SWIFT: Könnte Russland auf Bitcoin und Co ausweichen?

(Emden-Research.com – 13:49 Uhr) – Der Westen hat seine Sanktionen gegen Russland wegen seines Angriffs auf die Ukraine ausgeweitet. Auch ein Ausschluss Russlands vom Zahlungsnetzwerk “SWIFT” liegt auf dem Tisch. Könnte Russland in diesem Szenario mithilfe von Krypto Assets wie Bitcoin und Ether Sanktionen realistisch ausweichen? Welche Folgen sind für die Branche in Zukunft zu erwarten.

Bitcoin und Co fungieren womöglich als geeignetes Vehikel, um Vermögenswerte zu parken und vor Sanktionen zu schützen
Zu erwarten ist, dass in erster Linie russische Milliardäre und Oligarchen auf Krypto Assets umsteigen werden, um etwaige Finanzblockaden zu umgehen. Kurzfristig bieten Bitcoin und Co durchaus ein geeignetes Vehikel, um Vermögenswerte zu parken und damit vor Sanktionen zu schützen. Praktisch dürfte es für Russland herausfordernd sein, Geschäfte in der Realwirtschaft mit Bitcoin abzuwickeln, da schlichtweg die Akzeptanz auf mindestens einer Seite fehlen sollte. Praxis und Theorie klaffen hier deutlich auseinander. Zumindest aus kurzfristiger Sicht dürfte es Russland nicht gelingen, via Bitcoin und Co einen Ausschluss SWIFTs zu kompensieren.  


Mögliche Auswirkungen auf Bitcoin und Co

Sollte Russland mit einem Ausschluss von SWIFT belangt werden, dürften die Bestreben forciert werden, das eigene Bezahlsystem für internationale Zahlungen für den Westen auszuschließen und mit Verbündeten gleichzeitig zu koppeln.Die Pläne zur Entwicklung einer eigenen digitalen Staatswährung dürften in Zukunft seitens Russlands intensiviert werden. Nicht ohne Grund hat Wladimir Putin in jüngster Zeit Toleranz gegenüber Bitcoin und Co signalisiert.
Die Art und Weise, wie Geschäfte rund um den Globus derzeit abgewickelt werden, könnte sich in Zukunft nachhaltig ändern. Die militärische Eskalation im Ukraine-Russland-Konflikt dient womöglich als Anstoß für die wichtigsten Volkswirtschaften, sich verstärkt mit Krypto Assets und der zugrundeliegenden Blockchain-Technologie auseinanderzusetzen.Die Vereinigten Staaten und Europa dürften in Zukunft ihre Regulierungsbestreben in Bezug auf Bitcoin und Co weiter verstärken. Sollte es Russland gelingen, mithilfe von Krypto Assets trotz eines möglichen SWIFT-Ausschlusses an der Realwirtschaft zu partizipieren, droht ein globaler Regulierungsschock. Dann dürfte es nicht lange dauern, bis die bereits angelegten Daumenschrauben festgezogen werden.

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