Bitcoin knackt das Allzeithoch

(Emden-Research.com – 15:57 Uhr) – Der Bitcoin Kurs hat auf dem europäischen Handelsplatz Bitstamp am Montag ein neues Rekordhoch markiert. Den Preisfantasien der Anleger scheinen derzeit nur wenige Grenzen gesetzt zu sein. Sollte die psychologische Marke von 20.000 Dollar erfolgreich gemeistert werden, dürfte dies nicht zuletzt neue Käuferschichten anlocken. Ausgesprochene Warnungen und Ausrufezeichen vor einem Investment in Bitcoin und Co. werden einmal mehr ignoriert. Die Rallye könnte sich im Falle einer weiter anziehenden Risikofreude noch einmal beschleunigen.
Der Trend der pessimistischen Haltung der institutionellen Spekulanten ist längst gestoppt. Spätestens seitdem der Zahlungsdienstleister PayPal bekanntgegeben hat, in der Krypto-Branche Fuß fassen zu wollen, ist der Appetit auf digitale Taler nur schwer zu bändigen. Seitdem nährt sich die Hausse von nahezu selbst. Nicht zuletzt große Adressen akzeptieren den Bitcoin zusehend als Assetklasse an, was damit gleichzeitig die größte Triebfeder bleibt.
Das im Frühjahr vollzogene Bitcoin-Halving entfaltet rund ein halbes Jahr später zudem nach und nach seine Wirkung. Die Angebotsmenge wurde künstlich reduziert. Dies sorgt auf mittel- und langfristige Sicht für eine Angebotsverknappung. Während die Entwicklung der Geldmenge angepasst und reduziert wurde, erhöhen die Zentralbanken zum Vergleich ihre Bestände.

Die Anleger befinden sich im Höhenrausch und lechzen nun nach unbekannten Territorium. Das ist der Moment, auf den die Investoren sehnsüchtig gewartet haben, endlich ein frisches Rekordhoch begrüßen zu dürfen. Für Bitcoin und Co. scheint spätestens jetzt ein neues Zeitalter zu beginnen. Der Bitcoin ist erwachsener geworden und auf dem besten Weg, endgültig seine Kinderschuhe zu verlassen. Begünstigt durch das stark anziehende Interesse großer Adressen haben Kryptowährungen wieder verstärkt an Akzeptanz gewinnen können. Als Meilenstein und damit als Dosenöffner für die Mainstream-Akzeptanz gilt bis heute das Fußfassen des Zahlungsdienstleisters PayPals in der Krypto-Branche. Zahlreiche fundamentale Entwicklungen spielen dem Bitcoin seit Monaten in die Karten. Dabei blieben vor allem Hiobsbotschaften aus.


Eine Übersicht:

1.) PayPal

Dass PayPal in der Krypto-Branche Fuß fassen will, erweist sich als Ritterschlag. Paypal-Kunden sollen ausgewählte Währungen wie Bitcoin, Ether, Bitcoin Cash oder Litecoin auf der Plattform verwenden können. Für die Branche erweist sich diese Neuigkeit als absoluter Glücksgriff. Angesichts der Corona-Pandemie sehen sich Staaten und Unternehmen weiterhin gezwungen, ein Umdenken im digitalen Zahlungsverkehr einzuleiten. Der Startschuss für die nächste Runde im Wettrennen in der Ära digitaler Währungen ist längst gefallen. Für die Branche könnte der Einstieg Paypals in das Krypto-Geschäft zudem Signalwirkung für andere Unternehmen haben, welche bereits schon länger über die Implementierung digitaler Währungen grübeln. Diese könnten sich nun ermutigt fühlen, ähnliche Wege zu gehen. Der Eintritt PayPals in das Geschäft der digitalen Gelder darf bereits jetzt als das Highlight des Jahres angesehen werden. 


2.) Debatten um digitale Staatswährungen

Als ein Nutznießer der Debatten um die Einführung von digitalen Staatswährungen erweist sich zudem ebenfalls der Bitcoin. Während der Globus über den Einsatz einer digitalen Währung rätselt, können Bitcoin und Co. wieder vermehrt Aufmerksamkeit gewinnen, was die Preisfantasien der Anleger am Leben hält. Dass wichtige Notenbanken wie die Fed oder die EZB womöglich Pläne schmieden und mit der Implementierung eigener digitaler Währungen liebäugeln, lenkt das Interesse der Investoren ungewollt auf Bitcoin und Co. Die Spekulationen um eine Einführung einer digitalen Staatswährung dies- und jenseits des Atlantiks lässt Bitcoin und Co an Attraktivität dazugewinnen. Die Debatten sind gleichzeitig bestes Marketing für bestehende Kryptowährungen. Vor dem Hintergrund, dass die EZB Mitte 2021 eine Entscheidung über die Einführung einer E-Währung treffen will, könnten die anhaltenden Spekulationen dem Bitcoin tendenziell weiter Rückenwind verleihen und immer wieder eine neue Rallye entfachen. 

3.) Die Coronavirus-Pandemie

Viele Anleger versuchen angesichts des grassierenden Coronavirus auf der Nordhalbkugel nach wie vor ihre Depots zu diversifizieren. Dazu gehören offensichtlich auch Kryptowährungen. Denn trotz möglicher Impfstoff-Hoffnungen bleiben die Pandemie-Risiken akut. Vor dem Hintergrund der fulminanten Kursaufstiege ist und bleibt die Hausse nicht mit der Kletterpartie aus dem Jahr 2017/2018 vergleichbar. Der Bitcoin ist bis dato reifer und erwachsener geworden und steckt deutlich weniger in den Kinderschuhen, als noch vor drei Jahren. Mittlerweile haben sich Kryptowährungen zu einer vielerorts anerkannten Assetklasse hocharbeiten können. Für zahlreiche Anleger wird der Bitcoin als vermeintlich „sicherer Hafen“ oder als „digitales Gold“ angesehen.Auf der anderen Seite wird der Bitcoin wieder vermehrt als Hedge- und Diversifikations-Instrument wahrgenommen. Die gigantischen Hilfsprogramme der hiesigen Notenbanken dürften zudem die Inflationsrisiken größer werden lassen. Hier suchen Anleger vermehrt Zufluchtsorte, um sich gegen Wertrisiken zu stemmen.

4.) Das Bitcoin Halving

Das im Frühjahr vollzogene Bitcoin-Halving entfaltet rund ein halbes Jahr später nach und nach seine Wirkung. Die Angebotsmenge wurde künstlich reduziert. Dies sorgt auf mittel- und langfristige Sicht für eine Angebotsverknappung. Während die Entwicklung der Geldmenge angepasst und reduziert wurde, erhöhen die Zentralbanken zum Vergleich ihre Bestände. 

Analyse geschrieben von Timo Emden, Marktanalyst von Emden-Research.com

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Timo Emden ist studierter Betriebswirt, B.A., Marktanalyst und zertifizierter Blockchain-Experte der Frankfurt School of Finance & Management. Seit über 12 Jahren widmet er sich den globalen Finanzmärkten, mit dem Schwerpunkt auf Crypto Assets. In der Vergangenheit war er unter anderem als Marktanalyst für renommierte Broker mit Sitz in Berlin und Düsseldorf, sowie als Deutschland-Chef eines namhaften Research-Portals tätig. Seine Einschätzungen basieren auf der Charttechnik und dem Sentiment – wichtige fundamentale Events hält er dennoch für bedeutend. Als Marktexperte ist Herr Emden ein geschätzter Ansprechpartner für TV, Presse und Hörfunk.



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