Ein Bitcoin löst sich in viele kleine Stücke auf.

Bitcoin, Iota & Co: Anleger stecken Gewinne ein

(Emden-Research.com – 17:30 Uhr): Nach dem Kursfeuerwerk aus den vergangenen Tagen sichern sich Anleger nun einen Teil ihrer Gewinne. Luft nach oben bleibt aber weiterhin, auch wenn diese nun sukzessive dünner wird. Das Potenzial für empfindliche Rücksetzer ist aber gewachsen. Die Kurskapriolen halten die Anleger derzeit in Atem. Zahlreiche Privatanleger dürften mal wieder auf dem falschen Fuß erwischt worden sein und sich die Finger an den digitalen Talern verbrannt haben. Der Bitcoin-Kurs ist in der Nacht zum Donnerstag Opfer seines eigenen Erfolgs geworden und war innerhalb kürzester Zeit um fast 2.000 Dollar abgesackt. Die Cyber-Devise hat sich damit als seriöses Zahlungsmittel mal wieder disqualifiziert und als reines Spekulationsobjekt behaupten können. Seit der Vorstellung des Facebook-Coins „Libra“ haben Anleger einen sprichwörtlichen Heißhunger auf Cyber-Gelder bekommen. Nicht zuletzt die geldpolitischen Weichenstellungen der wichtigsten Notenbanken Fed und EZB könnte Investoren zu einem Umdenken in ihren Investmententscheidungen bewegt haben.

Die Bitcoin-Rally wurde über Nacht mit einem Schlag gestoppt. Ein gänzliches Ende der Rally bedeutet dies aber noch lange nicht. Weitere Kurskapriolen dürften aber folgen. Anleger machen nun erstmal Kasse. Die Aufwärtsdynamik der vergangenen Tage lässt deutlich nach. Legen wenige Marktteilnehmer größere Mengen an Bitcoins auf den Markt, kann dies schnell eine Kettenreaktion auslösen. Dies sorgt dann teilweise für panische Situationen an den Krypto-Märkten. Kurzfristige Spekulanten bekommen dann schnell kalte Füßen und forcieren die Abwärtsdynamik dadurch. Unerfahrene Marktteilnehmer werden schnell verdrängt und verprellt, bis diese wieder an einem höheren Niveau einsteigen. Es steht außer Frage, dass derartige Kursschwankungen ein Objekt der Begierde von Spekulanten sind. Bitcoin und Co. werden heute zum Spielball von institutionellen Adressen.

Am Nachmittag liegt die größte und bekannteste Cyber-Währung immer noch deutlich unter der 12.000er Marke. In Laufe des heutigen Tages haben euphorische Anleger einen Dämpfer erhalten. Das Minus beläuft sich aktuell auf rund 8,57 Prozent. Ether, die zweitwichtigste Währung, gemessen an der Marktkapitalisierung nach ‚CoinMarketCap‘ verliert sogar zweistellig an Wert. Nun verdichten sich die Meldungen, dass eine der beliebtesten und einflussreichsten Krypto-Börsen der Welt „Coinbase“, einen Ausfall des Handels in der Nacht verkraften musste. Aufgrund des hohen gehandelten Volumens war der Handel für etwa eine Stunde außer Betrieb, heißt es. Unmittelbar nach dem Kursrutsch innerhalb weniger Minuten im Umfang von über 1.800 Dollar meldete die Cyber-Börse den Ausfall. Im Verlauf des Tages wurde ein Verlust von über 2.800 Dollar gemessen. Kommt es zu einem Ausfall eines bedeutenden und wichtigen Handelsplatzes wie Coinbase, kann dies zu Panik unter Anlegern führen. Diese stehen dann vor verschlossenen Türen und könnten dann im Angstzustand irrationale Entscheidungen treffen. Zu guter Letzt dürften andere Marktteilnehmer am Donnerstag lediglich Kasse gemacht haben. Die Zeit schien mehr als reif für Gewinnmitnahmen. Das gehandelte Volumen befand sich auf Höchstständen aus Anfang 2018, als die Bitcoin-Blase letztendlich begann zu platzen. Die hohen gehandelten Volumina könnten ein Indiz für sich anbahnende empfindliche Rücksetzer sein. Weitere Preisabschläge bleiben m.E. nicht ausgeschlossen. Zwischen 10.000- und 11.000 Dollar könnten wieder neue Käufer angelockt werden. 

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Timo Emden ist studierter Betriebswirt, B.A., Marktanalyst und zertifizierter Blockchain-Experte der Frankfurt School of Finance & Management. Seit über 12 Jahren widmet er sich den globalen Finanzmärkten, mit dem Schwerpunkt auf Crypto Assets. In der Vergangenheit war er unter anderem als Marktanalyst für die renommierten Broker FXCM und IG sowie als Deutschland-Chef von DailyFX tätig. Seine Einschätzungen basieren auf der Charttechnik und dem Sentiment – wichtige fundamentale Events hält er dennoch für bedeutend. Als Marktexperte ist Herr Emden ein geschätzter Ansprechpartner für TV, Presse und Hörfunk.

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