Bitcoin, Iota & Co: Das ist wohl der Grund für den Flash Crash

Emden-Research.com – 17:30 Uhr: Der heutige Absturz des Bitcoins scheint wohl durch einen riesigen Verkaufsauftrag auf der Luxemburger Handelsplattform Bitstamp ausgelöst worden zu sein. Via des Kurznachrichtendienstes Twitter hat der Betreiber ebenfalls offiziell vermeldet, dass es zu einem großen Verkaufsauftrag gekommen sei, welches sich stark auf das Auftragsbuch ausgewirkt habe. Das Unternehmen habe direkt eine sofortige Untersuchung eingeleitet, heißt es weiter. Meldungen zufolge soll es sich dabei um rund 5.000 Bitcoins gehandelt haben, welche auf den Markt geworfen wurden. Diese waren zu dem Zeitpunkt etwa 38,6 Millionen Dollar wert. 

Der Verdacht liegt nahe, dass ein sogenannter „Bitcoin-Wal“ aktiv geworden ist. In der Krypto-Welt ist dies ein Begriff für Investoren, welche außerordentlich hohe Mengen an Kryptowährungen halten und somit eine gewisse Marktmacht besitzen und die Kurse in akrobatischer Art und Weise zu Fall bringen oder eben nach oben treiben können. Anleger fürchten die Meeresakrobaten der Krypto-Welt. Diese sind demnach in der Lage den Markt mehr oder weniger zu lenken. Dies hat in der Vergangenheit schon öfter zu Unbehagen bei Kleinanlegern geführt und sorgt bis heute für einen faden Beigeschmack.

Eine größere Verkaufsorder wirkt wie der Fall des ersten Dominosteins in einer langen Reihe. Fallen wichtige Schlüsselmarken, greifen sogenannte Stop-Loss-Order, welche den Abwärtsdruck in diesem Moment verstärken. Der Bitcoin war heute früh bis in die Spitze um 1.700 Dollar abgesackt, hat sich darauf bis Stand jetzt, auf über 7.000 Dollar wieder berappeln können. Iota (Miota) notiert aktuell über 10 Prozent tiefer und liegt laut Bitfinex-Preisen derzeit bei 0,38 Dollar. Der ganze Markt ist heute in die Mitleidenschaft gezogen worden. Die Marktkapitalisierung aller gelisteten Währungen nach CoinMarketCap liegt derzeit bei 224 Milliarden Dollar.

Bitcoin: Flash Crash wirft Fragezeichen auf

Ein Flash Crash wie aus dem Bilderbuch hat Anleger am Freitagmorgen kalt erwischt. Am Markt herrscht gerade der Eindruck, als wäre etwas nicht mit richtigen Dingen zugegangen. Der Kurs war binnen kürzester Zeit um über 1.700 Dollar abgesackt, auf der Gegenseite aber auch wieder schnell um 1.000 Dollar angestiegen. Derartige Kursverläufe lassen die Fragezeichen über Bitcoin und Co. nicht kleiner werden. Ein überdurchschnittlich hohes Handelsvolumen an den wichtigsten Handelsplätzen am frühen Morgen könnte die Vermutungen auf eine größere Verkaufsorder auf der in Luxemburg ansässigen Plattform Bitstamp untermauern. So könnte sich ein sprichwörtliches Lauffeuer auf andere Tauschplätze ausgeweitet und den Kurs zu Fall gebracht haben. 

Die Bitcoin-Rally aus den vergangenen Tagen ist somit zumindest vorerst gestoppt worden. Kleinanleger, welche in den vergangenen Tagen sich an digitalen Talern bedient haben, schauen nun wieder ins Leere.


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Timo Emden ist studierter Betriebswirt, B.A., Marktanalyst und zertifizierter Blockchain-Experte der Frankfurt School of Finance & Management. Seit über 12 Jahren widmet er sich den globalen Finanzmärkten, mit dem Schwerpunkt auf Crypto Assets. In der Vergangenheit war er unter anderem als Marktanalyst für die renommierten Broker FXCM und IG sowie als Deutschland-Chef von DailyFX tätig. Seine Einschätzungen basieren auf der Charttechnik und dem Sentiment – wichtige fundamentale Events hält er dennoch für bedeutend. Als Marktexperte ist Herr Emden ein geschätzter Ansprechpartner für TV, Presse und Hörfunk.



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