Dax legt weiter zu – ‚Buy the dip‘ Strategie geht vorerst auf

(Emden-Research.com – 10:55 Uhr): Schnäppchenjäger dürfen sich auf die Schulter klopfen. Wer nach dem Motto „Buy the dip“ zuletzt DAX-Notierungen unterhalb von 11.000 Punkten zum Einstieg genutzt, kann nun auf ein ansehnliches Plus verweisen. Dies dürfte vor allem für kurzfristig orientierte Marktteilnehmer gelten, die nun aber auch zeitnah wieder Gewinne mitnehmen dürften.

Übergeordnet gestaltet sich die Marktlage nämlich weiterhin völlig offen. Findet sich der Dax am Ende einer Bärenmarktrallye wieder und sehen wir vor diesem Hintergrund nur eine volatile Top-Bildung? Oder handelte es bei dem letztwöchigen Rücksetzer lediglich um eine Konsolidierung in einem nachhaltig aufwärts strebenden Markt? Der DAX steht an einer Wegscheide. Der Februar dürfte also weiterhin spannend bleiben. Zur Stunde notiert der deutsche Leitindex bei 11.120 Punkten 1,0 Prozent fester und kann damit an den freundlichen Wochenauftakt anknüpfen.

Gleich mehrere Faktoren sorgen für die derzeit zu beobachtende Aufwärtsbewegung. Aus den USA kommt die Nachricht von einer grundsätzlichen Einigung  zwischen Republikanern und Demokraten im Haushaltstreit. Demnach kann also eine zweite ‚Shutdown‘-Runde bzw. erneute Haushaltssperre abgewendet werden. In Peking scheinen wiederum die Verhandlungen um eine Lösung des Handelskonflikts zwischen Unterhändlern der Vereinigten Staaten und China Fortschritte zu machen. Zumindest präsentierten die Teilnehmer nach ersten Konsultationen demonstrative Zuversicht. Weiteren Auftrieb erhält die stark exportorientierte Wirtschaft Deutschlands durch einen zuletzt wieder schwächer tendierenden Euro, der betreffenden Unternehmenstiteln im internationalen Wettbewerb einen Währungsvorteil verschafft.

Last but not least stützen abermals positive Vorgaben aus dem fernen Osten das Kursgeschehen am deutschen Aktienmarkt. So kann der japanische Nikkei gleich um 2,6 Prozent auf 20.864 Punkte vorrücken. Zugleich gehen auch die Börsen in China hinter grünen Vorzeichen, wenn auch im Vergleich moderater ausfallenden Aufschlägen aus dem Handel. Der Shanghai-Composite präsentiert zum Börsenschluss ein Plus von 0,7 Prozent bei 2671 Zählern. Auch in Asien dürfte die Hoffnung auf eine Einigung im amerikanisch-chinesischen Zollstreit als maßgeblicher Kurstreiber fungieren.

Neben der Entwicklung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie in Sachen Brexit schauen Investoren im weiteren Tagesverlauf auf diverse Zahlen von Konjunktur- und Unternehmensseite. Der Reihe nach rücken insbesondere folgende Publikationen in den Blickpunkt: 12:00 Uhr: NFIB-Geschäftsklima USA (Januar) / 14:55 Uhr: Redbook Index USA (Woche) / 16:00 Uhr: JOLTs-Daten – offene Stellen USA (Dezember) / 18:45 Uhr: Rede von Fed-Chef Jerome Powell / 20:00 Uhr: Monatliches Budget-Statement USA (Januar)  Im Zuge der Berichtssaison legen unter anderem folgende Unternehmen ihre Bilanzausweise vor: ThyssenKrupp, TUI, Metro, Activision Blizzard, Rakuten Inc. und Franklin Resources.


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Gregor Kuhn ist Co-Founder des Börsen- und Research-Portals Emden Research. Zuletzt leitete er die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, dabei u.a. als Niederlassungsleiter (CMC) und Senior Manager (IG Markets) internationaler börsennotierter Handelshäuser, zeichnet sich der studierte Diplombetriebswirt (Marketing, Communications, HR) und zertifizierte Eurex-Händler (Deutsche Boerse Group) durch seine Expertise in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.



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