Ethereum: Constantinople Hard Fork steht an

(Emden-Research.com – 15:30 Uhr) – In den kommenden Tagen steht die Ethereum Hard Fork an. Ab dem Block mit der Nummer 7.080.000, also voraussichtlich zwischen dem 15. und 17. Januar 2019, wird sie aktiviert. Die kommende Hard Fork von Ethereum hat den Namen Constantinople und wird aus mehreren Codebase-Änderungen bestehen, die durch fünf verschiedene Ethereum-Verbesserungsvorschläge (Ethereum Improvement Proposals, EIPs) spezifiziert werden.

Was ist eine Hard Fork?

Upgrades auf Kryptowährungsplattformen werden als Forks (Gabelung) bezeichnet und bedeuten nichts anderes als eine Weiterentwicklung der Blockchain Software. Neben Soft Forks, die abwärtskompatibel sind, d.h. die alte und neue Software-Version können nebeneinander existieren, wird bei einem Hard Fork eine Blockchain in zwei Ketten getrennt, da keine Abwärtskompatibilität besteht. Eine der Ketten kann von denjenigen verwendet werden, die weiterhin nach dem alten Regelwerk agieren oder ihre Netzwerkknoten nicht aktualisieren wollen. Die andere Kette wird von denen verwendet, die den neuen bzw. aktualisierten Netzwerkregeln folgen. In den meisten Fällen stellen die Nodes den Betrieb älterer Versionen der Blockchain-Software ein und wechseln auf die neueste Version. Dies führt dann dazu, dass die „alte Kette“ inaktiv wird, weil von den Minern keine neuen Blöcke mehr hinzugefügt werden.

Wenn eine Fork umstritten ist (d.h. es gibt Personen oder Organisationen, die nicht wollen, dass bestimmte Änderungen an den bestehenden Blockchain-Regeln vorgenommen werden), dann kann eine Blockchain nach dem Fork in zwei separate und aktive Netzwerke aufgeteilt werden. Die beiden aktiven Blockchains haben dann jeweils ihren eigenen Coin. So wurde das Bitcoin-Netzwerk am 1. August 2017 in Bitcoin (BTC) und Bitcoin Cash (BCH) geteilt. Auch das Ethereum-Netzwerk wurde schon durch eine Hard Fork aufgespalten, bei der das Upgrade zu zwei verschiedenen Kryptowährungen führte, nämlich Ether (ETH) und Ethereum Classic (ETC).

Die für Ethereum mit Constantinople geplanten Upgrades sind unstrittig, da sich alle Netzwerkteilnehmer angeblich bereit erklärt haben, die fünf unten aufgeführten EIPs zu aktivieren.

Fünf verschiedene Vorschläge zur Verbesserung der Ethereum-Blockchain

EIP 145 – Kostengünstigerer und insgesamt effizienterer Ansatz für die Informationsverarbeitung;

EIP 1014 – Besserer Ansatz für Netzwerk-Skalierungslösungen wie Off-Chain-Transaktionen;

EIP 1052 – Verbesserung bei der Abwicklung von Smart Contracts;

EIP1234 – Zwölfmonatige Verzögerung der Difficulty Bomb und Reduzierung der Mining-Belohnungen von 3 ETH auf 2 ETH pro Block;

EIP 1283 – Verbesserte Möglichkeiten bei der Datenspeicherung;

Es wird erwartet, dass die Blockbestätigungszeiten nach dem Hard Fork bei etwa 15 Sekunden bleiben. Wenn Ethereum in einer weiteren Hard Fork zum Proof-of-Stake-Konsensverfahren (PoS) übergeht, können sich die Verarbeitungszeiten der Transaktionen verbessern. Derzeit ist unklar, ob sich die durchschnittlichen Kosten für Transaktionen auf Ethereum ändern werden, jedoch können die Transaktionsgebühren im Zusammenhang mit der Ausgabe von Smart Contracts sinken, da einige der EIPs darauf abzielen, Smart Contracts bezogene Transaktionen zu optimieren.

Kryptobörsen und Kryptodienste müssen aktualisiert werden

Um den mit Constantinople eintretenden Änderungen Rechnung zu tragen, müssen Börsen wie Binance, Coinbase, Kraken und andere ihre Nodes aktualisieren. Kryptodienste wie MyCrypto, Trust Wallet, MetaMask und Etherscan müssen ebenfalls ihre Nodes aktualisieren. Ether-Inhaber jedoch müssen nichts tun, um sich auf das Update von Ethereum vorzubereiten. Die mit Constantinople zu aktivierenden Software-Änderungen werden für die „Ether Hodler“ größtenteils nicht sichtbar sein.

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