Bitcoin: 4000-Dollar-Marke ist charttechnisch irrelevant

(Emden-Research.com – 16:00 Uhr) – Trader lieben runde Marken, denn sie bieten Orientierung für Ein- und Ausstiege. Deshalb bilden sich an diesen Levels oftmals charttechnische Formationen heraus, wie etwa Unterstützungen und Widerstände, weil hier viele Marktmeinungen und -interessen aufeinander stoßen. So verwundert es kaum, dass momentan alle Kryptoinvestoren darüber rätseln, ob die 4000-Dollar-Marke nun durchbrochen wird oder ob der Kurs des größten Krypto-Coins abprallt?

Ein Blick auf den logarithmierten  BTC/USD-Tageschart zeigt deutlich, dass die 4000-Dollar-Marke vielleicht kurzfristig von Interesse sein könnte, jedoch für den mittel- bis langfristigen Kursverlauf wenig bis keine Aussagekraft besitzt. Erst im Falle von Tages- und Wochenschlusskursen oberhalb von 4400 USD könnte von einer abgeschlossenen Umkehrformation gesprochen werden. Eine erfolgreiche Trendwende wäre aus Sicht der Charttechnik erst oberhalb von 6000 USD geschafft. Denn in diesem Fall hätte der Bitcoin-Kurs wichtige charttechnische Marken, wie etwa die beiden eingezeichneten mittelfristigen Abwärtstrendlinien und die extrem harte Widerstandzone um die Marke von 6000 USD, nach oben durchbrochen. Auch wäre in diesem Best-Case-Szenario die 100-Tage-Linie nachhaltig zurückerobert. Doch bevor nicht die 4400-Dollar-Marke genommen wurde, ist daran noch nicht zu denken.

Der Verlauf des kumulierten Bitcoin-Handelsvolumens an den drei großen Kryptobörsen Coinbase, Bitstamp und Kraken, welches im unteren Teil des Charts dargestellt ist, zeigt einen Abwärtstrend. Das verheißt zumindest kurzfristig nichts Gutes, wenn man nach der reinen Chartlehre geht. Denn nach ihr sollten steigende Kurse mit steigendem Volumen einhergehen, ansonsten wird von einem schwachen Aufwärtstrend gesprochen. Da sich der 14-Tage-RSI, ebenfalls im unteren Teil des Charts zu sehen, im neutralen Bereich befindet, wird auch von der Timing-Seite her abwarten und Tee trinken signalisiert.

Fazit

Kurzfristig hat der BTC/USD-Kurs noch Luft bis zur 4400-Dollar-Marke zu steigen. Erst hier entscheidet sich, ob der Boden für eine nachhaltige Trendwende bereitet ist. Sollte ein Durchbruch gelingen, dann könnte der Kurs in Folge schnell bis zur 6000er Marke durchlaufen. Im Falle eines Abprallers an der 4400-Dollar-Marke droht der erneute Test der lokalen Tiefstkurse bei 3000 USD.

Für Trader könnten die zehn Prozent bis zur 4400er Marke verlockend sein, wenn mit relativ engen Stopps gearbeitet wird. Auf der Short-Seite ist kurzfristig das größere Trading-Potenzial bzw. das bessere Chance/Risiko-Verhältnis zu finden, wenn das Kursziel 3000 USD lautet und der Stop Loss bei 4400 USD gesetzt wird. Investoren sollten aus Sicht der Charttechnik die Füße vorerst still halten, solange der wichtige Widerstand bei der 4400-Dollar-Marke nicht nach oben durchbrochen wurde.

 

Quelle: Tradesignalonline.com

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Analyse geschrieben von Oliver Bossmann, Marktanalyst von Emden-Research.com

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Oliver Bossmann arbeitet schon seit über 15 Jahren mit CFD- und FX-Brokern zusammen. Er besitzt ein umfangreiches Wissen über die Programmierung von Handelssystemen, fundamentaler sowie technischer Marktanalyse. Oliver Bossmanns Devise beim Trading: Diversifikation in unterschiedlichen Anlageklassen und etablierten Strategien ist Trumpf! Bevor er zu Emden Research kam, hat Herr Bossmann als Finanzmarktanalyst die Forschungsabteilungen in Deutschland für den US-amerikanischen Broker FXCM und den in London ansässigen Broker ETX Capital geführt. Davor hat er als Leiter Trading für FXFlat erfolgreich die Konten von privaten Klienten und Organisationen verwaltet. Als ausgewiesener Finanzmarkt-Insider hat er das Potential von Blockchain-Technologie und Kryptowährungen für die Finanzbranche und das moderne Geldsystem schon früh erkannt und sich in den vergangenen Jahren auf diesen Bereich fokussiert.



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