Dax im Plus – Nachhaltige Erholung oder technische Gegenbewegung?

(Emden-Research.com – 10:55 Uhr) – Nach einem abermals schwachen Wochenauftakt zeigt der DAX im frühen Dienstaghandel hoffnungsvolle Erholungstendenzen. Mit einem Plus von immerhin 1,0 Prozent präsentiert sich der deutsche Leitindex aktuell knapp oberhalb der Marke von 11.700 Punkten.

Support kommt von der Wall Street, wo die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P in der zweiten Tageshälfte wieder in die Gewinnzone wechselten und schlussendlich durchweg, wenn auch moderat, Aufschläge verbuchen konnten. Gemischt gingen dagegen die fernöstlichen Aktienbörsen aus dem heutigen Handelstag. So schloss der japanische Nikkei hinter einem Minus von 0,3 Prozent, während der chinesische SSE zum Sitzungsende einen Aufschlag von 0,3 Prozent auswies. Der koreanische Aktienmarkt zeigte sich zur Schlussglocke kaum verändert.

Derzeitige Preisniveaus am deutschen Aktienmarkt rufen nun erste Schnäppchenjäger auf den Plan. Mit dem gestrigen Zweijahrestief hat die Dax-Korrektur, in Relation zum Jahreshoch, ein fulminantes Minus von rund 22 Prozent eingefahren. In der Folge finden sich nun eine Vielzahl aussichtsreicher Qualität- und Substanztitel, die bei aktuellen Bewertungen und bei einem langfristigen Anlagehorizont attraktive Einstiegschancen offerieren. Abzuwarten bleibt aber, ob wir hier schon den Beginn einer nachhaltigen Erholung sehen oder es sich vielmehr um eine technisch bedingte und damit temporäre Gegenbewegung im Abwärtstrend handelt. Das Momentum findet sich nach wie vor auf der Unterseite.

Zwar dürften vor allem geopolitische  Belastungsfaktoren wie Brexit und Handelskonflikt angesichts des imposanten Korrekturausmaßes bereits zu einem guten Teil eingepreist sein, doch tiefer geht immer. Denn keiner von den besagten Unruheherden ist bis dato gelöst und die Unsicherheit damit weiter latent. Dies hat das gestrige Brexit-Chaos in London eindrücklich bewiesen. Zudem gesellten sich zuletzt noch Sorgen um die konjunkturelle Aussichten dazu. Für den DAX gilt es nun dringend die technisch wie psychologisch relevante Marke von 11.000 Zählern zurückzugewinnen, um nicht vollends in einen Bärenmarkt abzudriften.

Potentielle Impulsgeber von der Wirtschaftsseite könnten hierbei Schützenhilfe leisten. Vor diesem Hintergrund schauen die Marktakteure am heutigen Tag insbesondere auf die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Euro-Zone im Monat Dezember sowie die US-Erzeugerpreisentwicklung im November. Zudem blicken Anleger weiterhin mit Argusaugen auf mögliche Entspannungstendenzen in Sachen Brexit sowie im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China.

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Gregor Kuhn ist Co-Founder des Börsen- und Research-Portals Emden Research. Zuletzt leitete er die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, dabei u.a. als Niederlassungsleiter (CMC) und Senior Manager (IG Markets) internationaler börsennotierter Handelshäuser, zeichnet sich der studierte Diplombetriebswirt (Marketing, Communications, HR) und zertifizierte Eurex-Händler (Deutsche Boerse Group) durch seine Expertise in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.



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