Bitcoin: Zweitgrößter Rückgang der Difficulty in der Geschichte

(Emden-Research.com – 14:40 Uhr) – Der Bitcoin-Schwierigkeitsgrad (Bitcoin Difficulty) verzeichnete am Montag, den 3. Dezember 2018, seinen zweitgrößten Rückgang in der Geschichte. Die Bitcoin Difficulty wurde um 15 Prozent herabgesetzt.

Das Bitcoin-Netzwerk variiert seine Bitcoin Difficulty alle 2016 Blöcke, um einen konstanten Output zu gewährleisten. Wenn die Hash-Rate des Netzwerks hoch ist und die Zeit, die benötigt wird, um einen neuen Block zu entdecken, weniger als 10 Minuten beträgt, dann erhöht das Netzwerk  den Schwierigkeitsgrad proportional, um die Blockerkennungszeit zu erhöhen. Wenn die Blockerkennungszeit mehr als 10 Minuten beträgt, weil die Hash-Rate sinkt, wie zuletzt gesehen, reduziert das Protokoll den Schwierigkeitsgrad. Diese Änderungen sind absolut notwendig, um die Zuverlässigkeit und das reibungslose Funktionieren der größten digitalen Währung zu gewährleisten.

Chart: Bitcoin-Difficulty (Stand 04. Dez. 2018)

Quelle: www.blockchain.info

Chart: Bitcoin-Hash-Rate (Stand: 04. Dez. 2018)

Quelle: www.blockchain.info

Zum zweiten Mal in Folge wurde die Bitcoin Difficulty nach unten angepasst, nachdem sie am 17. November 2018 um 7,4 Prozent gesunken war. Der größte Rückgang des Bitcoin-Schwierigkeitsgrads erfolgte am 31. Oktober 2011. Damals wurde die Difficulty um 18 Prozent reduziert. Der drittgrößte Rücksetzer (13 Prozent) war am 16. Oktober 2011 zu verzeichnen.

01. Nov. 2011:    -18,0%
03. Dez. 2018:    -15,1%
16. Okt. 2011:      -13,1%
27. Dez. 2012:     -11,6%
26. März 2011:     -9,5%
26. Jan. 2013:      -8,6%
01. Dez. 2011:      -8,5%
25 Mai 2012:       -9,2%

Der letzten Anpassung des Schwierigkeitsgrads von Bitcoin ging ein massiver Kurseinbruch voraus, bei dem die größte digitale Währung mehr als ein Drittel ihres Wertes verlor. Kryptoexperten führten den Crash am Kryptomarkt auf regulatorischen Druck, den Hash-Rate-Bürgerkrieg nach der umstrittenen Bitcoin Cash Hard Fork und dem Einbruch der Kurse an den traditionellen Finanzmärkten zurück.

Die Konsequenz aus dem Zusammenspiel zwischen Kurseinbruch und Hash-Rate-Rückgang war, dass tausende Miner gezwungen waren ihr Gechäft einzustellten. Im September dieses Jahres enthüllte der CEO des in China ansässigen Krypto-Mining-Pools F2Pool Shixing Mao Zahlen über die Rentabilität des Minings.

Laut Mao lag der Break-Even-Punkt für Bitcoin zwischen 3.900 US-Dollar und 11.600 US-Dollar, je nach Marke und Modell der verwendeten Mining-Geräte. Zum Zeitpunkt der Prognose notierte Bitcoin bei 6.400 US-Dollar. Ende November, eine Woche nach dem massiven Kursrückgang von Bitcoin bis unter die 4.000-Dollar-Marke, begannen chinesische Miner ihr Equipment nach Gewicht zu verkaufen, anstatt wie bis dato üblich pro Gerät. Laut einem F2Pool-Posts sind die Miner besonders darauf aus ältere Geräte, darunter der Antminer S7, Antminer T9 und der Avalon A741, zu verkaufen, da diese ihren „Shutdown-Preis“ erreicht hätten.

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Analyse geschrieben von Oliver Bossmann, Marktanalyst von Emden-Research.com

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Oliver Bossmann arbeitet schon seit über 15 Jahren mit CFD- und FX-Brokern zusammen. Er besitzt ein umfangreiches Wissen über die Programmierung von Handelssystemen, fundamentaler sowie technischer Marktanalyse. Oliver Bossmanns Devise beim Trading: Diversifikation in unterschiedlichen Anlageklassen und etablierten Strategien ist Trumpf! Bevor er zu Emden Research kam, hat Herr Bossmann als Finanzmarktanalyst die Forschungsabteilungen in Deutschland für den US-amerikanischen Broker FXCM und den in London ansässigen Broker ETX Capital geführt. Davor hat er als Leiter Trading für FXFlat erfolgreich die Konten von privaten Klienten und Organisationen verwaltet. Als ausgewiesener Finanzmarkt-Insider hat er das Potential von Blockchain-Technologie und Kryptowährungen für die Finanzbranche und das moderne Geldsystem schon früh erkannt und sich in den vergangenen Jahren auf diesen Bereich fokussiert.



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