Neun Fakten über Bitcoin

(Emden-Research.com – 16:20 Uhr) – In diesem Artikel präsentieren wir neun Fakten über Bitcoin, die sie vielleicht noch nicht wussten.

1. Der Tod von Bitcoin wurde 326 Mal vorhergesagt – Tendenz steigend

Wenn die Kryptowährungskurse einbrechen, dann kommen sie wieder, die Vorhersagen und Kommentare über das bevorstehende Ende von Bitcoin. Oftmals wird in diesen Artikeln Bitcoin mit einem Pyramidensystem verglichen, dass nur so lange funktioniert, solange es Käufer gibt, die bereit sind höhere Preise zu bezahlen. Sobald aber die Nachfrage abebbt, bräche, dieser Logik folgend, das „System-Bitcoin“ in sich zusammen. Diese immer wiederkehrenden Prophezeiungen haben die Krypto-Website 99bitcoins.com dazu veranlasst, einen laufenden Überblick über die Nachrufe zu geben.

Bitcoin-Todesanzeigen pro Jahr:

2018 -> 80

2017 -> 125

2016 -> 28

2015 -> 39

2014 -> 29

2013 -> 17

2012 -> 1

2011 -> 6

2010 -> 1

2. Alle Nodes führen nach China

Schätzungen zufolge kontrollieren chinesische Bitcoin Mining Pools 80 Prozent der Hashrate. Die Hashrate ist die Maßeinheit für die Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks. Bitcoin-Mining ist die Durchführung mathematischer Berechnungen durch Computer Hardware, um Bitcoin-Transaktionen zu bestätigen und die Sicherheit zu erhöhen. Als Belohnung für ihre Dienste können Bitcoin-Miner Transaktionsgebühren für von ihnen bestätigte Transaktionen und neu erschaffene Bitcoins sammeln. Die Konzentration wird sich wahrscheinlich noch erhöhen, da sich der Bitcoin-Kurs momentan im Sinkflug befindet und China einer der wenigen Orte ist, an dem sich Mining überhaupt noch lohnt. China hat mit die niedrigsten Strompreise auf der Welt, was bedeutet, dass es sich chinesische Mining-Pools noch leisten können weiter zu schürfen, während andere in Konkurs gehen.

Das ist insofern problematisch, da Bitcoin als dezentrales Netzwerk geplant war. Die chinesische Regierung, die ihre Kontrolle über jedes Kryptounternehmen, einschließlich Bitcoin-Miner, verstärkt, gilt aber nicht gerade als ein Fan von Dezentralität. Unter anderem sind Kryptounternehmen in China dazu verpflichtet, sich zu registrieren und an eine Reihe von Regeln zu halten, einschließlich der regelmäßigen Berichterstattung über ihre Kunden.

3. Bitcoin ist kein Drogengeld

Obwohl Kritiker seit langem behaupten, dass Bitcoin hauptsächlich für Kriminelle und andere böse Jungs von Nutzen ist, sind die Beweise eigentlich recht dürftig. Eine aktuelle Studie des Blockchain-Analysten Chainalysis zeigt auf, dass weniger als ein Prozent aller Transaktionen im Darknet den Bitcoin als Zahlungsmittel verwenden. Im Gegenteil, Bitcoin wird viel häufiger dafür verwendet, um digitale Haustiere wie CryptoKitties zu kaufen.

4. Bitcoin ist nicht wirklich anonym

Obwohl Kryptoexperten häufig darauf hingewiesen haben, dass Bitcoin, im Gegensatz zu Bargeld, nicht anonym ist, wurde dies von den Mainstream-Medien weitestgehend ignoriert. Aber in der Tat ist die Kryptowährung pseudonym. Das heißt, auf der Blockchain kann jede Transaktion einer Bitcoin-Adresse öffentlich eingesehen und verfolgt werden. Wenn Sie also eine Bitcoin-Adresse mit einer Person verbinden können, dann können Sie alles einsehen, was diese Person mit Bitcoins gekauft und verkauft hat. Diese extreme Offenheit bei Bitcoin führte zu einer Reihe von sogenannten „Privacy Coins“, die so anonym sind, wie es Bargeld ist. Beispiele für Privacy Coins sind Monero und Zcash.

5. Es gibt nicht den einen Bitcoin

Dank der Hard Fork gibt es heute Dutzende von Varianten des Originals. Das Team hinter Bitcoin SV (SV steht für Satoshis Vision) behauptet, dass ihr Coin der „wahre“ Bitcoin sei, während andere, wie Bitcoin Cash ABC, sich als die nächste Bitcoin-Generation bezeichnet.

Ja, es ist verwirrend! Aber zum Glück gibt es viele Seiten, die Ihnen helfen können, das Sammelsurium an digitalen Währungen zu verstehen, einschließlich der zahlreichen Hard Forks von Bitcoin. CoinMarketCap.com ist eine einfache Möglichkeit, um die verschiedenen Bitcoin-Versionen zu vergleichen und zu sehen, wie viele Coins jeweils im Umlauf sind. Block-Explorer-Webseiten helfen Ihnen, alle Transaktionen einzusehen, die stattgefunden haben.

6. Bitcoin sicher aufzubewahren ist um ein vielfaches schwieriger als ihn zu kaufen

Es gibt ein gängiges Sprichwort in der Krypto-Community: „Wenn du deinen Private Key nicht besitzt, besitzt du auch keinen Coin“ Das bedeutet, dass die Aufbewahrung seiner Bitcoins bei Dritten, z.B. bei Kryptobörsen, nicht der beste Weg ist. Unzählige Menschen, die ihre Bitcoins Kryptobörsen anvertraut haben, wurden enttäuscht, weil Hacker es geschafft haben, die Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen oder auszuhebeln. Allein 2018 wurden nach Angaben von CipherTrace an Kryptobörsen Coins im Wert von fast einer Milliarde US-Dollar gestohlen.

Dieses seit langem bestehende Problem hat dazu geführt, dass Benutzer auf Cold Wallets zurückgreifen, d.h. ein Speicherplatz für Bitcoins, der nicht mit dem Internet verbunden ist. Auch Retro-Maßnahmen, wie etwa mit Bleistift und Papier seine „Seed Phrase“ aufzuschreiben, sind gang und gäbe, da viele Anbieter von digitalen Wallets dies empfehlen. Eine Seed Phrase wird bei der Erstellung der Wallet generiert und kann eingesetzt werden, um den Zugang zu ihrem Wallet wieder herzustellen, falls der Computer oder ihr Smart Phone crasht.

7. Welt der Wale

Eine fundamentales Kriterium bei der Etablierung einer Währung ist eine gerechte Verteilung. Bei Bitcoin stellt sich die Verteilung folgendermaßen dar: Während etwa 14 Millionen Wallets 80 Prozent der Bitcoins halten, sind es nur 123 Wallets, die derzeit 20 Prozent des gesamten Angebots von Bitcoins halten. Letztere werden auch Wale genannt. Die Bitcon-Welt könnte in Wirklichkeit aber einer noch stärkeren Konzentration unterliegen. Denn ein einzelner Wal kann mehr als nur eine Wallet führen, er könnte Tausende haben. Tatsächlich könnte ein sehr großer Teil der Bitcoins in den Händen von sehr wenigen Menschen konzentriert sein, insbesondere bei großen Mining-Pools, was uns zurück nach China führt.

8. Der Mythos von den 21 Millionen Bitcoins

Wenn im Jahr 2140 der letzte Bitcoin „gemined“ wird, werden insgesamt 20.999.987 Bitcoins im Umlauf sein. In Wirklichkeit aber werden es weit weniger sein! Etwa 4 Millionen Bitcoins sind unwiederbringlich verloren, weil so viele Menschen im Laufe der Jahre ihren Private Key verloren haben. Eine weitere Millionen liegen angeblich in der Wallet von Satoshi Nakamoto, der als tot gilt. Alles in allem wird also im Jahr 2140 die tatsächliche Anzahl von im Umlauf befindlichen Bitcoins bei etwa 16 Millionen liegen.

9. Bitcoin ist erstaunlich zuverlässig

Im Juni 2018 ging VISA offline und verursachte Chaos im Zahlungsverkehr. Im Juli geschah dasselbe mit Mastercard. Im Gegensatz dazu ist das Bitcoin-Netzwerk erstaunlich zuverlässig, denn es ist seit 2010 nicht mehr offline gewesen. Der Grund dafür ist, dass es dezentral auf hunderten von Computern auf der ganzen Welt läuft. Wenn ein Knoten ausfällt, wird das Netzwerk einfach um ihn herum geleitet. Das Einzige, was Bitcoin – abgesehen von einem Bug – lähmen würde, wäre ein globaler Internetausfall. Wenn das passiert, haben wir wahrscheinlich viel größere Probleme.

Kennen Sie bereits unsere Krypto-Performance-Matrix? Werfen Sie doch einen Blick auf die Performer der vergangenen 30,60 und 90 Tage.

Analyse geschrieben von Oliver Bossmann, Marktanalyst von Emden-Research.com

 

Disclaimer:

 

Die Inhalte dieses Beitrages dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass Emden Research den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet Emden Research nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben.

 

Oliver Bossmann arbeitet schon seit über 15 Jahren mit CFD- und FX-Brokern zusammen. Er besitzt ein umfangreiches Wissen über die Programmierung von Handelssystemen, fundamentaler sowie technischer Marktanalyse. Oliver Bossmanns Devise beim Trading: Diversifikation in unterschiedlichen Anlageklassen und etablierten Strategien ist Trumpf! Bevor er zu Emden Research kam, hat Herr Bossmann als Finanzmarktanalyst die Forschungsabteilungen in Deutschland für den US-amerikanischen Broker FXCM und den in London ansässigen Broker ETX Capital geführt. Davor hat er als Leiter Trading für FXFlat erfolgreich die Konten von privaten Klienten und Organisationen verwaltet. Als ausgewiesener Finanzmarkt-Insider hat er das Potential von Blockchain-Technologie und Kryptowährungen für die Finanzbranche und das moderne Geldsystem schon früh erkannt und sich in den vergangenen Jahren auf diesen Bereich fokussiert.



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