Dax sondiert festes Terrain – Rede von Fed-Chef Powell im Fokus

(Emden-Research.com – 15:50 Uhr) – Nach zunächst leichten Abgaben im frühen Handel vermag sich der Dax bis zum späten Nachmittag mit einem moderaten Aufschlag auf festem Terrain zu behaupten. Bis dato schiebt sich das Frankfurter Kursbarometer im Bereich von 11.320 Punkten seitwärts. Stabilisierend wirken sich feste Vorgaben aus Asien aus, wo die Börsen in Schanghai sowie Tokio jeweils um rund ein Prozent zulegen konnten. Geleitschutz kommt derzeit von der Wallstreet: Dow Jones, Nasdaq und S&P500 können sich durchweg in der Gewinnzone etablieren. Der deutsche Leitindex notiert zur Stunde bei 11.320 Zählern  0,1 Prozent im Plus.

Dabei stützt auch hierzulande insbesondere die Hoffnung auf eine zeitnahe Einigung im Zollstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China. Am Wochenende treffen sich die Präsidenten der zwei weltweit größten Volkswirtschaften am Rande des G20 Gipfels zu Verhandlungen. Während Donald Trump zuletzt nochmal neue Importaufschläge auf chinesische Güter ins Spiel brachte, offensichtlich um den Verhandlungsdruck auf das Reich der Mitte zu erhöhen, werden von den Marktteilnehmern heute Äußerungen seitens Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow dankbar aufgenommen, der eine Konfliktlösung bereits an diesem Wochenende für möglich hält. Das Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping birgt also erhebliches Enttäuschung- wie auch positives Überraschungspotential und stellt damit einen entscheidenden Wegweiser für die Aktienmärkte dar. Im Falle eines zufriedenstellenden Kompromisses ist mit einer massiven Erholungs- respektive Erleichterungsbewegung zu rechnen.

Darüber hinaus rückt zur Wochenmitte eine Rede von US-Notenbank-Chef Jerome Powell in den Fokus. Investoren hoffen vor diesem Hintergrund auf Hinweise über die weitere geldpolitische Marschroute des Federal Reserve. Erwartet wird eine nächste Leitzinserhöhung im Monat Dezember sowie mindestens zwei weiter Steigerungen im kommenden Kalenderjahr. Zwar genießen die amerikanischen Währungshüter verfassungsgemäß Unabhängigkeit. Nichtsdestotrotz könnte die jüngste Kritik Donald Trumps an der seiner Meinung nach zu restriktiven Gangart die US-Notenbank dazu bewegen, Tempo und Ausmaß der Zinsschritte zu drosseln. Wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China stellt die Furcht vor zu stark und schnell kletternden Zinsen einen der maßgeblichen Gründe für die Korrektur an den Aktienmärkten dar.

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Gregor Kuhn ist Co-Founder des Börsen- und Research-Portals Emden Research. Zuletzt leitete er die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, dabei u.a. als Niederlassungsleiter (CMC) und Senior Manager (IG Markets) internationaler börsennotierter Handelshäuser, zeichnet sich der studierte Diplombetriebswirt (Marketing, Communications, HR) und zertifizierte Eurex-Händler (Deutsche Boerse Group) durch seine Expertise in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.



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