Bitcoin, Iota und Co: Warten auf den Ausbruch

(Emden-Research.com – 14:20 Uhr) – Der BTC/USD-Kurs ist jüngst in eine Seitwärtsbewegung übergegangen und es scheint so, als wäre die rasante Talfahrt gestoppt. Doch ein Blick auf den Chart der größten digitalen Währung verrät dem Betrachter, dass die Gefahr eines weiteren Absturzes nicht gebannt ist. Nachdem kein direktes bullishes Reversal kam, wird aktuell die untere Begrenzung der Seitwärts-Range getestet. Die bearishe Anordnung der letzten drei Tageskerzen lässt eher einen Ausbruchversuch nach unten vermuten. Von einer Bodenbildung kann also noch nicht die Rede sein.

Alle Augen sind momentan auf die 4000-Dollar-Marke gerichtet, denn sollte diese durchbrochen werden, dann könnte mit einer schnellen Abwärtsbewegung gerechnet werden. Wie nachhaltig diese sein wird, dass steht auf einem anderen Blatt. Viele Trader werden sich bei einem Ausbruch nach unten dementsprechend auf der Short-Seite positionieren bzw. ihre spekulativen Long-Positionen verkaufen. Eine Lehre am Finanzmarkt ist aber, dass wenn das Sentiment zu stark in die eine Richtung pendelt, also in diesem Fall bearish, dann kommt es oftmals anders. Denn wer soll die Kurse weiter nach unten treiben, wenn sich diejenigen schon positioniert haben, die kurzfristig den Markt bewegen. Oftmals setzt dann das berühmt, berüchtigte Nadelöhr-Phänomen ein. Das bedeutet, schließen die ersten Shorties ihre Positionen oder kommen die ersten Käufer zurück in den Markt, wird das ein Signal für andere Trader sein, dem jüngsten Trend zu folgen. Diese könnten ebenfalls damit beginnen ihre Positionen zu schließen, und eine Kaskade von Kaufaufträgen wird in Gang gesetzt. Dieses Verhalten könnte am Ende dazu führen, dass der BTC/USD-Kurs wieder zurück ans Ausbruchniveau oder sogar zurück in die Seitwärts-Range läuft.

Auch aus technischer Sicht scheint der Kurs des Bitcoin gegenüber dem US-Dollar relativ stark überverkauft zu sein. Der Relative Strength Index (RSI) im unteren Teil des Charts bewegt sich auf extrem überverkauftem Terrain. Wenn also ein Ausbruch nach unten misslingt, dann könnte die ganze Geschichte komplett drehen, mit dem Ergebnis, dass der Konter auf der Gegenseite geprobt wird. Das Potential auf der Oberseite nach einem erfolgreichen Durchbruch läge in diesem Fall bei 6000 US-Dollar. Das übergeordnete Chartbild würde jedoch selbst bei einem Run bis zur 6000-Dollar-Marke bearish bleiben. Mehr als eine Bärenmarkt-Rallye ist momentan also nicht zu erwarten.

Fazit

Im Gegensatz zu den Monaten zuvor ist der BTC/USD-Spot wieder ein Trader-Markt. Schnelle Reaktionen auf das Kursgeschehen sind nötig, um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Auch ist zu erwarten, dass die Volatilität nach dem Kursverfall unter die wichtige 6000-Dollar-Marke hoch bleibt. Erst wenn der Bitcoin-Kurs die Kraft finden sollte, in seine alte Seitwärts-Range oberhalb von 6000 US-Dollar zurückzukehren, könnten Investoren darüber nachdenken erste Positionen aufzubauen.

Chart

Quelle: www.tradesignalonline.com

Analyse geschrieben von Oliver Bossmann, Marktanalyst von Emden-Research.com

 

Disclaimer:

Die Inhalte dieses Beitrages dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass Emden Research den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet Emden Research nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben.

 

Oliver Bossmann arbeitet schon seit über 15 Jahren mit CFD- und FX-Brokern zusammen. Er besitzt ein umfangreiches Wissen über die Programmierung von Handelssystemen, fundamentaler sowie technischer Marktanalyse. Oliver Bossmanns Devise beim Trading: Diversifikation in unterschiedlichen Anlageklassen und etablierten Strategien ist Trumpf! Bevor er zu Emden Research kam, hat Herr Bossmann als Finanzmarktanalyst die Forschungsabteilungen in Deutschland für den US-amerikanischen Broker FXCM und den in London ansässigen Broker ETX Capital geführt. Davor hat er als Leiter Trading für FXFlat erfolgreich die Konten von privaten Klienten und Organisationen verwaltet. Als ausgewiesener Finanzmarkt-Insider hat er das Potential von Blockchain-Technologie und Kryptowährungen für die Finanzbranche und das moderne Geldsystem schon früh erkannt und sich in den vergangenen Jahren auf diesen Bereich fokussiert.

Tags:
,


Advertisment ad adsense adlogger

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen