Bitcoin: Hash-Rate ist eingebrochen

(Emden-Research.com – 19:00 Uhr) – Bitcoins Hash-Rate ist in den vergangenen Tagen um 45 Prozent eingebrochen. Der Höchststand lag am 27. August 2018  bei zirka 62 Tera-Hashes pro Sekunde (TH/s) und ist, Stand 21.11.2018, bis auf 34 Tera-Hashes pro Sekunde gefallen, wie im Chart von Blockchain.com zu sehen ist. Die Hash-Rate beziffert die Rechenleistung des gesamten Bitcoin-Netzwerks.

Chart

Quelle: Blockchain.com

Der Grund für den starken Rückgang der Hash-Rate ist, dass viele Miner weltweit ihre ASIC-Miner (application-specific integrated circuit, deutsch: anwendungsspezifische integrierte Schaltung ) vom Netz nehmen, nachdem der Bitcoin-Kurs unter die 5000-Dollar-Marke gefallen ist. Vor allem in China, wo die meisten und größten Mining-Farmen betrieben werden, verkaufen Miner die spezialisierten Geräte zu Dumping-Preisen am Markt. Bitcoin-Mining ist für viele einfach unrentabel geworden.

Das Bitcoin-Protokoll sieht für solche Fälle eine Schwierigkeitsanpassung bzw. Anpassung des Hash-Grenzwerts vor. Das Netzwerk variiert seine Bitcoin Difficulty alle 2016 Blöcke (also ungefähr alle 14 Tage), um einen konstanten Output zu gewährleisten. Wenn die Hash-Rate des Netzwerks hoch ist und die Zeit, die benötigt wird, um einen neuen Block zu entdecken, weniger als 10 Minuten beträgt, dann erhöht das Netzwerk den Schwierigkeitsgrad proportional, um die Blockerkennungszeit zu erhöhen. Wenn die Blockerkennungszeit mehr als 10 Minuten beträgt, reduziert das gleiche Protokoll den Schwierigkeitsgrad. Diese Änderungen sind absolut notwendig, um die Zuverlässigkeit und das reibungslose Funktionieren des größten digitalen Währungsnetzes zu gewährleisten.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass Proof-of-Work-Mining ein hochspekulatives Geschäft ist. Erfolg oder Mißerfolg hängen vor allem von der Preisentwicklung der Kryptowährung ab, da die ständig anfallenden Kosten für Ausrüstung und Energie in der Regel in Fiatwährung, wie US-Dollar oder Euro, bezahlt werden müssen. Die Einnahmen erfolgen beim Mining aber in der jeweiligen Kryptowährung.

Analyse geschrieben von Oliver Bossmann, Marktanalyst von Emden-Research.com

 

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Oliver Bossmann arbeitet schon seit über 15 Jahren mit CFD- und FX-Brokern zusammen. Er besitzt ein umfangreiches Wissen über die Programmierung von Handelssystemen, fundamentaler sowie technischer Marktanalyse. Oliver Bossmanns Devise beim Trading: Diversifikation in unterschiedlichen Anlageklassen und etablierten Strategien ist Trumpf! Bevor er zu Emden Research kam, hat Herr Bossmann als Finanzmarktanalyst die Forschungsabteilungen in Deutschland für den US-amerikanischen Broker FXCM und den in London ansässigen Broker ETX Capital geführt. Davor hat er als Leiter Trading für FXFlat erfolgreich die Konten von privaten Klienten und Organisationen verwaltet. Als ausgewiesener Finanzmarkt-Insider hat er das Potential von Blockchain-Technologie und Kryptowährungen für die Finanzbranche und das moderne Geldsystem schon früh erkannt und sich in den vergangenen Jahren auf diesen Bereich fokussiert.



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