Dax 30 im Abwärtssog – Tech-Titel belasten

(Emden-Research.com – 11:15 Uhr) – Auch im frühen Dienstag-Handel geht es für den deutschen Leitindex weiter abwärts. Die Vorgaben aus Übersee sind dunkelrot. Im Kielwasser herber Abschläge am amerikanischen Aktienmarkt, wo abermals die Technologiebörse Nasdaq (minus 3,3 Prozent) kräftig Federn lassen musste, verlieren auch die wichtigsten Leitindizes Asiens durchweg an Boden. Aus diesem Abwärtssog kann sich auch der DAX nicht befreien, der zur Stunde 1,3 Prozent auf 11.098 Punkte nachgibt. Damit rückt die vor allem psychologisch relevante Marke von 11.000 Zählern immer näher. Charttechnisch signifikante Supportregionen finden sich erst im Bereich von 10.800 und 10.500 Punkten.

Neben den politischen Unsicherheiten rund um den Brexit, den italienischen Haushaltsstreit und den Handelskonflikt zwischen den USA und China, lastet die weitergehende Korrektur im Technologiesektor auf Stimmung und Kursgeschehen. Dabei fällt der Blick insbesondere auf das Schwergewicht Apple, das laut Medienberichten angesichts einer schwächeren Nachfrage die Produktion jüngerer Smartphone-Modelle gen Süden anpasst. In der Folge verloren Apple-Aktien  zum Wochenauftakt nahezu vier Prozent und strahlen damit auf die komplette Branche ab.

Unter entsprechendem Abgabedruck standen dann auch Tech-Titel im fernen Osten, vorneweg die großen Zulieferer aus dem Halbleiter-Segment. Und auch hierzulande sind es die Technologiewerte, welche die Talfahrt am heimischen Aktienmarkt forcieren. Bei den Blue Chips sehen sich Infineon und Wirecard mit starken Verlusten konfrontiert. Aus der zweiten Reihe schwächeln Unternehmen wie Dialog Semiconductor und Aixtron. Während konjunktursensible Anteilsscheine auf den Verkaufslisten der Anleger ganz oben notieren, werden defensive Titel nicht zuletzt aus der Konsumgüterbranche gesucht. Unternehmen wie Nestle, Unilever oder CocaCola versprechen in unsicheren Marktphasen ein deutlich höheres Maß an Stabilität.

Im weiteren Handelsverlauf stehen heute kaum relevante Publikationen von Konjunktur- und Unternehmensseite auf dem Terminkalender. Investoren schauen am Nachmittag unter anderem auf die US-Baubeginne und -genehmigungen für den Monat Oktober sowie am Abend auf die wöchentlichen API-Rohöl Lagerbestände. Die Berichtssaison nähert sich allmählich ihrem Ende. Aus den hinteren Reihen präsentieren heute u.a. folgenden Unternehmen ihre Quartalsdaten: Analog Devices, CTS Eventim, easy Jet, Foot Locker, Hewlett Packard Enterprise und Porsche Holding.

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Gregor Kuhn ist Co-Founder des Börsen- und Research-Portals Emden Research. Zuletzt leitete er die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, dabei u.a. als Niederlassungsleiter (CMC) und Senior Manager (IG Markets) internationaler börsennotierter Handelshäuser, zeichnet sich der studierte Diplombetriebswirt (Marketing, Communications, HR) und zertifizierte Eurex-Händler (Deutsche Boerse Group) durch seine Expertise in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.

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