DAX 30 wechselt Vorzeichen – Brexit-Entwurf in London stark umstritten

(Emden-Research.com – 10:40 Uhr) – Kommt es doch noch zu einem geregelten Brexit? Der Durchbruch in den Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU schürt zumindest die Hoffnung. Der vor diesem Hintergrund erzielte Entwurf wurde am gestrigen Tag seitens des britischen Kabinetts abgesegnet. Nichtsdestotrotz gibt es in den britischen Regierungsreihen weiterhin erheblichen Widerstand. Diverse Ministerrücktritte stehen im Raum. Ein positiver Abschluss der nicht enden wollenden Auseinandersetzung um den EU-Austritt des Vereinigten Königreiches ist also keinesfalls in trockenen Tüchern. Und einer der maßgeblichen Unsicherheitsfaktoren für Wirtschaft und Finanzmärkte damit noch nicht vom Tisch. Die Hoffnung auf eine gütliche Einigung stützte zunächst im frühen Handel. Angesichts der politischen Unwägbarkeiten in London hat sich der DAX von seinem bisherigen Tageshoch bei 11.500 Punkten bereits deutlich gen Süden distanziert und steht nun vor dem Wechsel in die Verlustzone.

Die Vorgaben für den Donnerstaghandel fallen wieder mal durchwachsen aus. Die US-Aktienindizes schlossen samt und sonders hinter negativen Vorzeichen. Abermals lasteten schwach tendierende Tech-Titel, nicht zuletzt das Schwergewicht Apple, auf dem Kursgeschehen. Damit ist noch kein Korrekturende an der Wall Street abzusehen. Der Dow Jones gab zum Handelsende  um 0,8 Prozent nach. Einen Abschlag von 0,75 Prozent verzeichnete der S&P 500. Die Technologiebörse Nasdaq verlor zur Schlussglocke  0,9 Prozent. Mit moderaten Verlusten verabschiedete sich indes das Land der aufgehenden Sonne. Der japanische Nikkei schloss 0,2 Prozent leichter, der breiter gefasste Topix büßte lediglich 0,1 Prozent ein. Eine freundliche Tendenz weist dagegen das Reich der Mitte aus. Die chinesischen Festlandbörsen vermochten bis zu 1,2 Prozent zuzulegen.

Im weiteren Handelsverlauf schauen Investoren nun, neben der Brexit-bedingten Entwicklung in London, auf neue Zahlen von Konjunktur- und Unternehmensseite. Die Euro-Zone wartet am späten Vormittag (11:00 Uhr) mit der Handelsbilanz für den Monat September auf. Randvoll ist der Terminkalender auf der anderen Seite des Atlantiks. Am Nachmittag bergen u.a. folgenden US-Publikationen entsprechendes Bewegungspotential: 14:30 Uhr Wöchentliche Erst- und Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe / 14:30 Uhr Einzelhandelsumsatz (Oktober) / 14:30 Uhr Import- und Exportpreise (Oktober) / 14:30 Uhr N.Y. Empire State Produktionsindex / 14:30 Uhr Philadelphia-Fed-Index (November). Im Zuge der Berichtssaison fällt der Blick u.a. auf die Q3-Bilanzausweise von K+S, Sixt, Henkel, Nvidia, SolarWorld und Walmart.

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Gregor Kuhn ist Co-Founder des Börsen- und Research-Portals Emden Research. Zuletzt leitete er die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, dabei u.a. als Niederlassungsleiter (CMC) und Senior Manager (IG Markets) internationaler börsennotierter Handelshäuser, zeichnet sich der studierte Diplombetriebswirt (Marketing, Communications, HR) und zertifizierte Eurex-Händler (Deutsche Boerse Group) durch seine Expertise in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.

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