Bitcoin, IOTA und Co: Die richtige Wallet für Kryptowährungen – Teil 4

(Emden-Research.com – 17:15 Uhr) – „Be your own bank“ ist einer der Slogans in der Kryptowelt, den man immer wieder hört und liest. Doch was ist damit genau gemeint? Im Grunde heißt es, dass keine Bank mehr benötigt wird, um sein Geld, in diesem Fall digitales Geld, aufzubewahren oder zu speichern. Im konventionellen Geldsystem, oft auch als Fiatsystem bezeichnet, vertraut der Geldhalter darauf, dass Notenbank, Finanzinstitute und Politik einen stabilen Wert und die jederzeitige Verfügbarkeit seines Geldes gewährleisten können. Wer das nicht will, der bekommt mit Kryptowährungen eine echte Alternative zum Fiatsystem geboten. Doch um seine eigene Bank zu werden, muss man eine digitale Wallet (Brieftasche, Geldbörse) benutzen. Eine Wallet ist Voraussetzung für die Nutzung einer Kryptowährung. Denn erst durch sie kann man Kryptowährungen aufbewahren und Transaktionen tätigen. Es gibt zahlreiche Wallets für Kryptowährungen, in denen man seine Coins verwahren kann. Doch nicht alle sind sicher und somit einige leichte Beute für gezielte Angriffe.

Wallets für Kryptowährungen

Eine Wallet besteht immer aus einem Adresspaar: ein Public Key (öffentlicher Schlüssel), den man weitergibt um Zahlungen zu erhalten, und einen Private Key (privater Schlüssel), der vergleichbar ist mit dem Login-Passwort eines Online-Bankkontos plus TAN. Der Private Key wird benötigt, um Coins von der eigenen Adresse an andere öffentliche Adressen zu transferieren. Besitzt man also den Private Key, bedeutet dies im Wesentlichen, dass man der Besitzer der Kryptowährungen ist, die diese Adresse hält. Eine Wallet übernimmt in der Regel die Generierung dieser Schlüsselpaare. Dadurch sollte man seine Wallet mit Bedacht wählen und den Schutz des privaten Schlüssels höchste Priorität zuordnen.

Verschiedene Arten von Wallets

Prinzipiell unterscheidet man zwei Arten von Wallets für Krytowährungen: Hot Wallets und Cold Wallets.

Hot Wallets

Hot Wallets sind all jene Wallets, die mit dem Internet verbunden sind oder auf einem Gerät laufen, das Internet Zugang besitzt. Dazu zählen also beispielsweise folgende Wallets:

  • Software Wallets wie Electrum
  • Wallet Apps für Dein Smartphone wie GreenBits
  • Online Wallets wie MyEtherWallet oder blockchain.info
  • Börsen, die Kryptowährungen für Dich aufbewahren, beispielsweise Bitfinex oder Coinbase

 

Diese Wallets stellen ein hohes Risiko für deine Coins dar. Das liegt daran, dass man entweder gar nicht selber im Besitz der Private Keys ist oder diese in die Hände von Hackern gelangen könnten, die eine Sicherheitslücke ausnutzen. In Hot Wallets wird der Private Key in einer Datei auf deinem Smartphone oder Computer gespeichert. Diese Geräte haben eine größere Angriffsfläche, was bedeutet, dass es viele Wege für einen Angreifer gibt. Ein typisches Smartphone hat zum Beispiel vier oder fünf Verbindungsmodi (USB, Bluetooth, WiFi etc.), eine Menge bekannter und unbekannter Schwachstellen im Betriebssystem und Anwendungen von Drittanbietern, die darauf installiert sind. Dadurch ist es für Angreifer bei Hot Wallets leichter, an den Private Key zu kommen. Große Mengen an Kryptowährungen sollte man also niemals in Hot Wallets verwahren, dies wäre ein fundamentales Sicherheitsrisiko. Viel eher sollte man Hot Wallets als Geldbörse betrachten, in denen man in der Regel maximal wenige hundert Euro aufbewahrt.

Cold Wallets

Auf der anderen Seite stehen die Cold Wallets. Sie sind das Gegenteil zu Hot Wallets, da bei dieser Form der Aufbewahrung die Private Keys offline gehalten werden und ohne Internetverbindung generiert wurden. Dadurch kann man sich im Optimalfall sicher sein, dass keiner außer man selbst den Private Key kennt und somit im Besitz seiner Kryptowährungen ist. Beispiele für Cold Wallets sind:

Paper Wallets

Hier wird ein Adresspaar auf ein Stück Papier geschrieben oder gedruckt. Dabei sollte die Generierung der Adresse auf einem Offline Gerät, welches frei von Schadsoftware ist, generiert werden.

Hardware Wallets

Für größere Mengen an Kryptowährungen sollte immer eine Cold Wallet die erste Wahl sein. Wer hier aber regelmäßig Transaktionen tätigen möchte, stößt mit einer Paper Wallet schnell an seine Grenzen. Denn wurde der Private Key einmal genutzt, um eine Transaktion zu tätigen, dann ist es möglich, dass dieser bereits durch einen Keylogger oder andere Malware in die Hände von Fremden gelangt ist. Eine Hardware Wallet ist ein speziell für die Aufbewahrung von Kryptowährungen entwickeltes Gerät, das normalerweise über USB mit einem Computer verbunden wird und physische Tastendrücke erfordert, um den Zugriff auf deine Kryptowährungen zu ermöglichen. Sie speichert den Private Key und signiert Transaktionen, aber vor allem ist sie so konzipiert, dass sie niemals die privaten Schlüssel enthüllt (außer in Form des Recovery Seeds). Die Private Keys sind isoliert in der Hardware Wallet gespeichert. Das ist der große Vorteil einer Hardware Wallet. Die beste Wallet für Kryptowährungen ist also im Moment eine Hardware Wallet wie:

  • Ledger Nano
  • KeepKey
  • Trezor

 

Disclaimer:

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Oliver Bossmann arbeitet schon seit über 15 Jahren mit CFD- und FX-Brokern zusammen. Er besitzt ein umfangreiches Wissen über die Programmierung von Handelssystemen, fundamentaler sowie technischer Marktanalyse. Oliver Bossmanns Devise beim Trading: Diversifikation in unterschiedlichen Anlageklassen und etablierten Strategien ist Trumpf! Bevor er zu Emden Research kam, hat Herr Bossmann als Finanzmarktanalyst die Forschungsabteilungen in Deutschland für den US-amerikanischen Broker FXCM und den in London ansässigen Broker ETX Capital geführt. Davor hat er als Leiter Trading für FXFlat erfolgreich die Konten von privaten Klienten und Organisationen verwaltet. Als ausgewiesener Finanzmarkt-Insider hat er das Potential von Blockchain-Technologie und Kryptowährungen für die Finanzbranche und das moderne Geldsystem schon früh erkannt und sich in den vergangenen Jahren auf diesen Bereich fokussiert.



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