Bitcoin, Iota und Co.: Wann folgt der Bitcoin-ETF?

(Emden-Research.com – 09:00 Uhr) – Die Bitcoin-Gemeinde blieb auch in dieser Handelswoche weiterhin in Lauerstellung. Größe Engagements am Markt blieben Mangelware. Eine Antwort des US-Aufsehers SEC bleibt bis zum jetzigen in Bezug auf den ersten Bitcoin-ETF auf Übersee aus. Die Kurse blieben dennoch weitestgehend stabil.

Seit rund einem Jahr könnten Anleger via Terminkontrakten auf die Preisentwicklung des Bitcoin-Kurses wetten. Die CME Group sorgte im Dezember vergangenen Jahres für einen regelrechten Heißhunger auf Cyber-Devisen bei Anlegern, indem Sie den Start von Bitcoin-Futures ankündigte. Tatsächlich erhielt die Börse das grüne Licht für die Lancierung der Kontrakte. Die kleine Schwesterbörse CBOE kam ihr allerdings ein paar Tage zuvor und gab Anlegern Gelegenheit, die ersten Bitcoin-Futures über das Parkett rollen zu lassen. Die größte und bekannteste Devise erreichte unmittelbar vor Weihnachten vergangenen Jahres auf der in Luxemburg ansässigen Plattform Bitstamp ihr aktuelles Allzeithoch von rund 20.000 US-Dollar. Anleger sehnen sich nun nach einem neuen Schritt in der Geschichte von Bitcoin und Co. Die Schubladen der US-SEC sind bis dato prall gefüllt – mit Anträgen auf einen Bitcoin-ETF. Bis heute gab es zahlreiche Versuche und Anstrengungen der Anbieter – jedoch ohne Erfolg. Die prominentesten Versuche bleiben die der Winklevoss-Zwillinge.

Hoffnung auf Bitcoin-ETF ungebremst

Die größten Hoffnungen auf einen Erfolg des ersten ETF’s auf Übersee-Börsen schürt die Investmentfirma Van Eck. „Wir haben eine Vereinbarung mit den OTC-Händlern, dass wir die für ihre institutionellen Kunden verwendeten Preise nutzen können“, sagt Jan van Eck, Vorstandschef der Investmentgesellschaft. Dies geht aus einem Bericht der Süddeutschen hervor. „Wir denken, das ist derzeit der beste Schutz für Investoren“, sagt van Eck.

Die Frage bleibt im Raum stehen, ob dies überzeugende Argumente für die US-Aufseher darstellen. Die größten Kopfschmerzen bleiben der SEC wohl erhalten, solang die Vorwürfe der Preismanipulation nicht vom Tisch sind und keine Regulierung von Bitcoin und Co. gegeben ist.

„Mit der Zeit dürften die Verschuldungsthemen auf der Welt hochkochen und da können Krypto-Währungen als ein Absicherungsinstrument am Markt nachgefragt werden“, fügte er an.

Womöglich könnte VanEck eines Tages mit diesem Gedankenspiel recht haben, aber ist dies aus kurzfristigem Blickwinkel tatsächlich wahrscheinlich? Kryptowährungen bleiben in meinen Augen weiterhin in den Kinderschuhen. Debatten um Regulierungen und Vorwürfe des ‚Schmuddelimage‘ dürften auch in naher Zukunft erhalten bleiben. Auch die Zulassung eines ETF’s dürfte die eigentlichen Probleme bei Bitcoin und Co. nicht lösen, höchstens überdecken. Behörden rund um den Globus müssen ihre Hausaufgaben machen und Thematiken wie Regulation in die Hand nehmen.

Iota (Miota) steht laut Preisdaten nach CoinMarketCap zu Wochenbeginn 1,05 Prozent höher bei 0,487 US-Dollar. Die federführende Währung Bitcoin gewinnt 0,08 Prozent auf 6.407,76 US-Dollar hinzu.

 

Analyse geschrieben von Timo Emden, Marktanalyst von Emden-Research.com

Disclaimer:
Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass Emden Research den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet Emden Research nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben.

 

TIMO EMDEN, MARKTANALYST (B.A.)

Timo Emden ist studierter Betriebswirt, B.A. und Marktanalyst. Seit über 12 Jahren widmet er sich den globalen Finanzmärkten, mit dem Schwerpunkt auf Crypto Assets. Herr Emden konnte seine Expertise bereits bei zwei weltweit führenden Online- Brokern unter Beweis stellen und seine Affinität zu den Märkten gleichzeitig ausbauen. Seine Einschätzungen zu den globalen Finanzmärkten basieren auf der Charttechnik und dem Sentiment – wichtige fundamentale Events hält er dennoch für bedeutend. Als Marktexperte ist Herr Emden ein geschätzter Ansprechpartner für das TV, Presse und Hörfunk.

Tags:
,


Advertisment ad adsense adlogger