DAX 30: Genug ausgeatmet – Gegenbewegung läuft

(Emden-Research.com – 12:40 Uhr) – Mit Rückenwind aus Übersee startet der deutsche Aktienmarkt in die Wochenmitte. Sowohl die Wall Street als auch die fernöstlichen Börsen schlossen die Handelspforten mit stattlichen Aufschlägen. Als Kurstreiber fungieren Äußerungen Donald Trumps, demnach er sich zuversichtlich hinsichtlich einer Einigung im Zollkonflikt mit China gab. In diesem Kontext sprach der US-Präsident gar von einem potentiellen „Big Deal“. Solche Töne lassen Investorenherzen natürlich höher schlagen. Der ungelöste Handelskonflikt gilt bis dato als einer der wesentlichen Belastungsfaktoren an den internationalen Finanzmärkten.

Entsprechend deutliche Gewinne konnten die US-Indizes verbuchen. Der Dow Jones wies zur Schlussglocke einen Aufschlag von  1,8 aus. S&P und Nasdaq gingen mit einem Plus von jeweils 1,6 Prozent aus dem Handel. In diesem Windschatten legten dann auch die asiatischen Börsen kräftig zu, nicht zuletzt der japanische Nikkei mit einem Aufschlag von 2,2 Prozent. Durchweg positive Vorgaben verhelfen zur Stunde auch dem Dax in die Gewinnzone. Bei derzeit 11.437 Punkten präsentiert das Frankfurter Kursbarometer ein Plus von 1,3 Prozent.

Damit distanziert sich der Dax zusehends vom korrekturbedingten zuletzt bei 11.051 Zählern markierten Jahrestief. Genug ausgeatmet: die Gegenbewegung läuft. Nun gilt es die derzeitigen Preisniveaus auch zu behaupten und gen Norden auszubauen. Zuletzt wurden sämtliche Erholungsansätze postwendend für Gewinnmitnahmen genutzt. Neuerliche Tiefs wurden dagegen nicht mehr angesteuert. Oberhalb von 11.050 Zählern hielten sich Angebot und Nachfrage die Waage.

Im Ergebnis zeichnet sich charttechnisch nun ein Boden ab, der durchaus als Basis für eine ambitioniertere Erholungsbewegung fungieren könnte. Dabei sollte die Unterstützungsregion im Bereich von  11.240 Punkten nicht nochmals unterschritten werden. Auf der Oberseite eröffnet sich vorläufiges Aufwärtspotential bis zu den Widerstandsregionen bei 11.660 und 11.850 Punkten. Die Oktober-Performance wird das aber nicht retten können: beim gegenwärtigen Kursniveau nimmt der Dax ein fulminantes Minus von knapp sieben Prozent ins Visier. Damit wäre der zu Ende gehende Herbstmonat der schwächste seit Januar 2016.

Über die Nachhaltigkeit des aktuell zu beobachtenden Recovery Move dürften heute diverse Impulsgebern mit zu entscheiden haben. Neben den bereits veröffentlichten Arbeitsmarkt- und Inflationszahlen für die Euro-Zone gilt das Augenmerk im weiteren Tagesverlauf insbesondere folgenden Publikationen von Konjunktur- und Unternehmensseite: 13:15 Uhr ADP-Arbeitsmarktbericht USA (Oktober) / 14:45 Uhr Chicago Einkaufsmanagerindex USA (Oktober) / Berichtssaison: u.a. Panasonic Corp., Airbus, Banco Santander, GlaxoSmithKline, Marine Harvest, Sanofi, Telefonica, ADP, Kellog, General Motors und Dialog Semiconductor.

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Gregor Kuhn ist Co-Founder des Börsen- und Research-Portals Emden Research. Zuletzt leitete er die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, dabei u.a. als Niederlassungsleiter (CMC) und Senior Manager (IG Markets) internationaler börsennotierter Handelshäuser, zeichnet sich der studierte Diplombetriebswirt (Marketing, Communications, HR) und zertifizierte Eurex-Händler (Deutsche Boerse Group) durch seine Expertise in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.

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