Bitcoin, Iota und Co.: Hoffnung auf Bitcoin-ETF

(Emden-Research.de – 12:39 Uhr) – Die Bitcoin-Gemeinde legt derzeit eine große Hoffnung auf die Zulassung des ersten Bitcoin-ETF’s auf Übersee-Börsen. Die Kurse der Krypto-Taler scheinen sich gefühlt nicht mehr zu bewegen. Das Interesse an Bitcoin und Co. ist spürbar zurückgegangen. Das Handelsvolumen beträgt laut Marktdaten des Branchenportals ‚CoinMarketCap‘ derzeit 8,9 Milliarden US-Dollar und damit soviel wie zuletzt Mitte November letzten Jahres. Auch die Suchanfragen bei Google sind erschreckend schwach: Derzeit befinden sich diese auf einem Niveau aus Juli 2017 wider, als Cyber-Devisen für viele lediglich Neuland waren.

Wie stehen die Chancen um Zulassung eines Bitcoin-ETF’s auf Übersee-Börsen?

Die Winklevoss-Twins gelten als Symbolfigur schlechthin um den erbitterten Kampf eines börsengehandelten Fonds. Die amerikanische Aufsichtsbehörde SEC lehnte den ersten Antrag der Zwillinge am 15. März 2017 mit der Begründung ab, dass sich der Bitcoin in einem Anfangsstadium befinde, in der eine zu große Unsicherheit herrsche. Damals trieben Spekulationen um einen Bitcoin-ETF die digitale Münze auf ein neues Allzeithoch von 1.300 US-Dollar.

In den Jahren zuvor musste die schwankungsanfällige Währung Kurseinbrüche von bis zu 40 Prozent innerhalb eines Tages verkraften. Aktuell gilt der Bitcoin als relativ stabil, die vergangenen Ausreißer schienen der SEC damals noch ein Dorn im Auge zu sein.

Neue Versuche um Kampf für Bitcoin-ETF – SEC lehnt Winklevoss-ETF erneut ab

Ende Juli diesen Jahres folgte eine erneute Ablehnung des Winklevoss-ETF’s. Die Behörde selbst sei weiterhin nicht frei von Zweifeln, dass der Handel ausreichend überwacht sei, hieß es im Mittsommer. Zudem hätte die Cboe Global Markets Inc., welche den Bitcoin ETF gelistet hätte nicht beweisen können, dass der Markt “manipulationsresistent” sei.

Bitcoin-ETF: Entscheidung vertagt und dennoch abgelehnt

Die US-amerikanische Aufsichtsbehörde Securities Exchange Commission (SEC) hatte eine Entscheidung über die Zulassung über einen Bitcoin-ETF  der Investmentfirma Van Eck und des Blockchain-Unternehmens Solidx Partner Inc. im August zuletzt verschoben, zwei Wochen später insgesamt neun Anträge auf einen ETF abgelehnt und nur wenige Tage später eine Überprüfung der Ablehnung angekündigt.

SEC: „ ETF’s in den frühen Stadien ihrer Entwicklung“ – Hester Peirce als Hoffnung für Bitcoin-Fans

Der Krypto-Markt befinde sich nach der SEC „in den frühen Stadien ihrer Entwicklung“, hieß es noch Mitte des Jahres. Doch Hester Peirce von der SEC, äußerte sich gegenüber Bloomberg im Juli über Ihren Widerspruch der vorgeschlagenen Regeländerung, in ihrer geänderten Fassung abzulehnen. Auf der hauseigenen Webseite der SEC sagt sie unter anderem: „Entgegen der Feststellung der Kommission glaube ich, dass die vorgeschlagene Regeländerung die gesetzliche Norm erfüllt und dass wir der BZX Exchange, Inc. erlauben sollten, dieses auf Bitcoin basierende börsengehandelte Produkt („ETP“) aufzulisten und zu handeln. Dementsprechend würde ich die Maßnahmen, die das Personal in dieser Angelegenheit durch Übertragung von Befugnissen ergriffen hat, beiseite legen und die vorgeschlagene Regeländerung billigen.“

Peirce stimmte als einzige Person für die Zulassung des Winklevoss-Fonds. Der Vorsitzende der SEC, Jay Clayton, sowie zwei weitere Kommissare stimmten dagegen. Neben des Antrags von Cameron und Tyler Winklevoss, gibt es noch weitere Versuche auf einen Indexfonds des Bitcoins. Trotz der Niederlage um den geplanten ETF, werden die Zwillinge den seit über fünf Jahren andauernden Kampf keineswegs aufgeben und zeigen sich gewohnt siegessicher.

Physischer Bitcoin-Fonds als letzte Hoffnung?

Vielmehr könnte die US-Securities Exchange Commission (SEC) ihre prall gefüllten Schubladen öffnen und zahlreiche ETF-Anträge herauskramen, wenn ein Anbieter das gewünschte grüne Licht erhält. Der Bitcoin-ETF der Firma Van Eck soll mit physischen Bitcoins abgesichert werden und zum Schutz und damit zur Sicherheit von Anlegern beitragen. Die Gegenargumente des US-Aufseher wären dann stark reduziert. Sollten regulatorischen Bedenken ausgeräumt werden können und die zuständigen Aufsichtsbehörden grünes Licht geben, wäre dies ein positives Signal an die Branche mit womöglich großen Folgewirkungen. Die Palette an handelbaren Bitcoin-spezifischen Produkten dürfte ad hoc rasant in die Höhe schnellen, sollte an den notwendigen Schrauben gedreht und somit die Schleusen für die breite Masse der Anleger geöffnet werden.

Bitcoin und Co. dürften endgültig in der Finanzwelt Fuß fassen und ankommen, wenn eine finale Zulassung börsengehandelter Fonds (ETF) seitens der US-Aufseher auf amerikanischem Grund und Boden erfolgen würde. Die SEC will am 5. November über einige ETF’s entscheiden. Eine Salonfähigkeit des Bitcoins dürfte auf großes Interesse stoßen.

 

Analyse geschrieben von Timo Emden, Marktanalyst vom Emden-Research.com

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TIMO EMDEN, MARKTANALYST (B.A.)

Timo Emden ist studierter Betriebswirt, B.A. und Marktanalyst. Seit über 12 Jahren widmet er sich den globalen Finanzmärkten, mit dem Schwerpunkt auf Crypto Assets. Herr Emden konnte seine Expertise bereits bei zwei weltweit führenden Online- Brokern unter Beweis stellen und seine Affinität zu den Märkten gleichzeitig ausbauen. Seine Einschätzungen zu den globalen Finanzmärkten basieren auf der Charttechnik und dem Sentiment – wichtige fundamentale Events hält er dennoch für bedeutend. Als Marktexperte ist Herr Emden ein geschätzter Ansprechpartner für das TV, Presse und Hörfunk.

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