Bitcoin, Iota und Co.: Wann öffnet die SEC die Schleusen?

(Emden-Research.com – 18:04 Uhr) – Gelingt ein Weckruf für Bitcoin und Altcoins wie Iota (Miota) durch ein grünes Licht der US-Aufseher SEC in Bezug auf einen börsengehandelten Fonds? Die Zulassung eines Bitcoin-ETF’s auf US-Boden gilt als Ritterschlag für die gesamte Branche. Aus den Papieren der Securities Exchange Commission (SEC) wurden nun neue Details bekannt, dass sich die Behörde für einige Fonds eine Frist bis zum Ende 5. November gesetzt hat, um über ingesamt neun ETF-Anträge zu entscheiden. In den Schubladen der US-Regulierungsbehörde haben sich bis heute zahlreiche Anträge auf einen Bitcoin-ETF angestaut – genehmigt wurde bis heute noch keiner.

Wieso gibt es überhaupt die SEC? Ein Blick in die Geschichtsbücher

Nach dem Börsencrash von 1929 begann der US-Kongress darüber zu diskutieren, wie man solche Szenarien in Zukunft vermeiden könne. Im Jahr 1933 wurde somit die Securities and Exchange Commission gegründet um folgende Mission zu erreichen: „Investoren schützen, faire, geordnete und effiziente Märkte pflegen und die Kapitalbildung zu erleichtern.“

Die CFTC wurde 41 Jahre später gegründet um den Futures-Markt unter Kontrolle zu halten. Vor allem Landwirte und Viehzüchter verlassen sich bis heute auf den Futures-Markt um sich vor Marktrisiken zu schützen. Futures-Kontrakte reichen heutzutage u.a. von der Soja- bis hin zur Kakaobohne

Ihre Mission:

„Zur Förderung offener, transparenter, wettbewerbsfähiger und finanzstarker Märkte will die Kommission die Nutzer und ihre Gelder, Verbraucher und die Öffentlichkeit vor Betrug, Manipulation und missbräuchlichen Praktiken im Zusammenhang mit Derivaten und anderen Produkten schützen.“

Die SEC als Spielverderber – bis heute

Der Bitcoin-Markt ist der SEC bis heute sprichwörtlich zu unsicher. Die Gefahr, dass Investoren übertrieben handeln, sei (noch) zu groß. Betrug oder auch Marktmanipulationen können nicht ausgeschlossen werden.

Ein oder der Grund lässt sich finden, wenn man erneut einen Blick auf die sich unterscheidenden Missionen der Aufsichtsbehörden wirft. Während die SEC Investoren schützen möchte, strebt die CFTC einen „fairen“ Futures-Markt an.

In dem Ablehnungsbericht des Winklevoss- ETF’s aus dem Jahr 2017 argumentierte die SEC u.a.: “Wenn der Spotmarkt unreguliert ist, muss es bedeutende, regulierte Märkte im Zusammenhang mit dem zugrunde liegenden Vermögenswert geben, mit dem die Börse eine Art Überwachungsvereinbarung abschließen kann.“ Seit dem Dezember 2017 lassen sich auf US-Boden die ersten Bitcoin-Terminkontrakte handeln. Demnach dürften sich die Chancen seitdem verbessert und das vorherige Argument sich entkräftet haben.

ERST IM AUGUST HATTE DER US-AUFSEHER INSGESAMT NEUN ANTRÄGE ABGELEHNT

Nach einer Kette von Ablehnungen haben Anleger ihre Hoffnungen jedoch mehr oder weniger begraben. Doch die US-Aufsicht scheint erprobt darin, Marktakteure auf die Folter zu spannen und bei Laune zu halten. Die Verschiebungen des Aufsehers in Bezug auf eine Entscheidung verschafft der Behörde Zeit und ein gründliches Überdenken ihrer Pläne.

Die Schleusen für den Mainstream wären bei einem grünem Licht weit geöffnet.

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TIMO EMDEN, MARKTANALYST (B.A.)

Timo Emden ist studierter Betriebswirt, B.A. und Marktanalyst. Seit über 12 Jahren widmet er sich den globalen Finanzmärkten, mit dem Schwerpunkt auf Crypto Assets. Herr Emden konnte seine Expertise bereits bei zwei weltweit führenden Online- Brokern unter Beweis stellen und seine Affinität zu den Märkten gleichzeitig ausbauen. Seine Einschätzungen zu den globalen Finanzmärkten basieren auf der Charttechnik und dem Sentiment – wichtige fundamentale Events hält er dennoch für bedeutend. Als Marktexperte ist Herr Emden ein geschätzter Ansprechpartner für das TV, Presse und Hörfunk.



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