Erneuter Rücksetzer – Ernüchterung zum Wochenausklang

(Emden-Research.com – 10:45 Uhr) – Trotz schwacher Vorgaben aus den USA und Japan sondiert der der Dax in frühen Handel zunächst festes Terrain. Letzteres allerdings von einem tieferen Niveau aus. Am Donnerstag war der deutsche Leitindex mit einem Abschlag von 1,1 Prozent auf 11.589 Punkte aus dem Handel gegangen. Derzeit wechselt das heimische Börsenbarometer wieder in die Verlustzone und notiert bei 11.540 Zählern 0,4 Prozent schwächer. Vor dem Wochenende zieht es Investoren wieder in Richtung Seitenlinie.

Enttäuschende Unternehmensdaten (hierzulande u.a. Fresenius, FMC, HeidelbergCement) im Zuge der Bilanzsaison sowie die zuletzt nochmal durch das jüngste FOMC-Sitzungsprotokoll forcierten Sorgen vor weiter steigenden US-Zinsen hatten die Aktienmärkte am gestrigen Tag  abermals unter Druck gesetzt. Die Unsicherheit ist zurück, befeuert in der alten Welt durch weiterhin ergebnislose Brexit-Verhandlungen auf dem EU-Gipfel sowie einer absehbaren Konfrontation angesichts allzu schuldenlastiger Haushaltspläne Italiens. In der Folge bricht der EUR/USD aus dem seit Sommer dominierenden Seitwärtskanal gen Süden aus. Derweil wartet der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China immer noch auf eine Lösung. Dazu passen schwache Konjunkturzahlen aus dem Reich der Mitte: China verzeichnet mit einem BIP-Plus von 6,5 Prozent im dritten Quartal das geringste Wirtschaftswachstum seit knapp 10 Jahren, flankiert von einer schwächer als erwartet ausgefallenen Industrieproduktion.

An Belastungsfaktoren herrscht also nach wie vor keine Mangelware. Die korrelierende Nervosität schlägt sich wiederum in der steigenden Volatilität des Kursgeschehens nieder. In diesem Kontext sei auch auf den heutigen kleinen Verfalltag an der EUREX hingewiesen. Entsprechend gespannt schauen Anleger auf den heutigen Handelsstart an der Wall Street. Die großen US-Indizes hatten angesichts der zuvor skizzierten Gemengelage am Donnerstag kräftig Federn lassen müssen.  Der Dow Jones  verlor 1,3 Prozent auf 25.380 Zähler. Der S&P verbilligte sich um 1,5 Prozent auf 2.772 Punkte und droht aus charttechnischer Perspektive seinen langfristigen Aufwärtstrend zu gefährden.  Die Technologiebörse Nasdaq muss derweil ein Minus von gleich 2,1 Prozent auf 7.485 Zähler verkraften musste.

Auch zum Wochenausklang rücken wieder zahlreiche Publikationen von Konjunktur- und Unternehmensseite in den Fokus. Potentielle Impulsgeber finden sich in der EZB-Leistungsbilanz für den Monat August sowie in den US-Verkaufszahlen bestehender Häuser im September. In Sachen Geldpolitik fällt der Blick auf eine Rede von FOMC-Mitglied Robert Kaplan. Auf Unternehmensseite legen u.a. Procter & Gamble, Schlumberger, Honeywell International, State Street, Volvo und die Software AG ihre Quartalsdaten auf den Tisch.

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Gregor Kuhn ist Co-Founder des Börsen- und Research-Portals Emden Research. Zuletzt leitete er die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, dabei u.a. als Niederlassungsleiter (CMC) und Senior Manager (IG Markets) internationaler börsennotierter Handelshäuser, zeichnet sich der studierte Diplombetriebswirt (Marketing, Communications, HR) und zertifizierte Eurex-Händler (Deutsche Boerse Group) durch seine Expertise in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.



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