Fed-Minutes zum Trotz – Nach Konsolidierung wieder Aufwärts-Avancen

(Emden-Research.com – 10:20 Uhr) – Mit einem zunächst moderaten Plus startet der deutsche Aktienindex in den heutigen Handelstag, kann aber im frühen Handel weiter zulegen und verbessert sich derzeit um 0,5 Prozent. Zur Wochenmitte hatten erste Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Aufwärtsschub die Erholung ausgebremst. Die Tageshochs im Bereich von 11.850 Punkten vermochte der Dax nicht zu behaupten und ging schließlich bei 11.715 Zählern mit einem Abschlag von 0,5 Prozent aus dem Handel.

Ähnlich sah es an der Wall Street aus, wo der Dow Jones zum Handelsende ein Minus von 0,4 Prozent auswies. Schwach fallen auch die Donnerstag-Vorgaben aus Nippon aus: der japanische Leitindex schloss die Börsenpforten 0,8 Prozent leichter. Nicht unerwartet haben die Aktienmärkte die zum Wochenauftakt gestartete Erholungsbewegung vor diesem Hintergrund ein Stück weit konsolidiert.

Als Belastung für den amerikanischen und fernöstlichen Handel erwies sich auch die Publikation des FOMC-Sitzungsprotokolls von Ende September, die sog. Fed-Minutes. Dabei wurde deutlich, dass die US-Notenbank, trotz der scharfen Kritik seitens Trump, an ihrer geldpolitischen Marschroute – der sukzessiven Erhöhung der Leitzinsen – festzuhalten gedenkt.

In der alten Welt verfolgen Anleger derweil die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU um einen womöglich noch halbwegs geordneten Brexit. Als Entgegenkommen brachte die Festlandseite nun eine Verlängerung der Übergangsfrist ins Spiel. In Sachen Italien läuft es indes auf eine Konfrontation zwischen italienischer Regierung und EU-Kommission nebst Euro-Gruppe hinaus. So hat die EU-Kommission den Haushaltsentwurf der neuen Regierung Italiens angesichts einer zu hohen Neuverschuldung wie erwartet abgelehnt und Nachbesserungen angemahnt.

Neben der Politik rücken im Tagesverlauf auch wieder zahlreichen Daten von Konjunktur- und Unternehmensseite in den Blickpunkt. U.a. stehen am Vormittag die Einzelhandelsumsätze Großbritanniens für den September auf der Agenda. Am Nachmittag schauen die Marktteilnehmer auf die Vereinigten Staaten, wo neben dem Philly Fed Index für Oktober auch die wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht werden. Im Zuge der Berichtssaison weisen u.a. Novartis, Unilever, Philip Morris, American Express und SAP ihre Quartalsbilanzen aus.

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Gregor Kuhn ist Co-Founder des Börsen- und Research-Portals Emden Research. Zuletzt leitete er die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, dabei u.a. als Niederlassungsleiter (CMC) und Senior Manager (IG Markets) internationaler börsennotierter Handelshäuser, zeichnet sich der studierte Diplombetriebswirt (Marketing, Communications, HR) und zertifizierte Eurex-Händler (Deutsche Boerse Group) durch seine Expertise in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.



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