Charttechnik S&P: Langfristiger Aufwärtstrend hält … noch

(Emden-Research.com – 14:40 Uhr) – Mit Blick auf den S&P-Chart auf Tagesbasis lässt sich eindrucksvoll der stabile Aufwärtstrend des amerikanischen Aktienmarktes beobachten. Wobei in diesem Kontext insbesondere der Zeitraum von Jahresbeginn 2016 an näher betrachtet werden soll. Die Hausse nimmt dagegen weit aus früher ihren Anfang, lediglich unterbrochen von einer Konsolidierungsphase in 2015. In diesem Big Picture lässt sich die jüngste Korrektur-Bewegung nun umso besser einordnen.

Der marktbreite US-Aktienindex steht dieser Tage an einer entscheidenden Schwelle. Bis dato handelte der S&P konsequent oberhalb der Aufwärtstrendgeraden (= grüne Diagonale) und des MA200 (= schwarze Linie). Dabei galt es nach starken Aufwärtsbewegungen immer wieder auch auszuatmen, um neue Kraft zu sammeln. Keinesfalls ungewöhnlich, sondern vielmehr eine Grundvoraussetzung für nachhaltige Trends – denn je höher die Übertreibung gen Norden, desto tiefer dann auch die Fallhöhe.

Resultierende Rücksetzer prallten dabei regelmäßig von der Aufwärtstrendlinie und dem 200-Tage gleitenden Durchschnitt ab. Beide verlaufen seit Ende 2016 nahezu kongruent und dienen seitdem als signifikante charttechnische Unterstützungsregion (= blaue Pfeile). Genau das ist in diesen Tagen, im Zuge der jüngsten Korrektur, abermals zu beobachten. Nahezu punktgenau an besagter Schwelle dreht der S&P wieder gen Norden. Unterstützt von einer massiv überverkauften Marktlage wie der Stochastik-Oszillator veranschaulicht. Letzterer dreht ebenfalls wieder gen Norden und gibt mit Durchkreuzen der Signallinie und Eintritt in seinen Standardkanal ein Kaufsignal. Als erste Anlaufstation dürfte nun der MA50 (= graue Linie) zur Disposition stehen – sei es via direkter V-Formation oder ggfs. nach einem Re-Test von Trendgerade und/oder MA200. Allerdings ist keinesfalls ausgemacht, dass es bei diesem Szenario nebst derzeit zu beobachtenden Rebound bleiben muss.

Denn sollte der Leitindex besagte Unterstützungsregion markant unterschreiten, klingeln aus charttechnischer Perspektive sämtliche Alarmglocken. Der langfristige Aufwärtstrend wäre damit gebrochen, was wiederum erhebliches Abwärtspotential auf der Unterseite aktiviert. In diesem Szenario ruht dann alle Hoffnung auf den Verlaufstiefs aus dem Frühjahr. Betreffende Preisregionen (= hellblau gestrichelte Linien) wären die letzten Support-Bastionen, bevor sich das charttechnische Bild vollends eintrübt und die Bären das Baisse-Zepter übernehmen.

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Gregor Kuhn ist Co-Founder des Börsen- und Research-Portals Emden Research. Zuletzt leitete er die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, dabei u.a. als Niederlassungsleiter (CMC) und Senior Manager (IG Markets) internationaler börsennotierter Handelshäuser, zeichnet sich der studierte Diplombetriebswirt (Marketing, Communications, HR) und zertifizierte Eurex-Händler (Deutsche Boerse Group) durch seine Expertise in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.



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