Aktienmärkte im Recovery Modus – Wall Street schiebt an

(Emden-Research.com – 09:50 Uhr) – Die Käufer sind zurück und schieben den deutschen Leitindex über die Marke von 12.800 Punkten. Bereits in den vergangenen zwei Handelstagen sondierten vermehrt Schnäppchenjäger die Lage, griffen bei vermeintlich günstigen Preisniveaus zu und sorgten nach dem Ausverkauf der vergangenen Handelswoche für eine erste Stabilisierung am deutschen Aktienmarkt.

Ein vielversprechender Beginn der US-Berichtssaison lockt nun weitere Marktakteure von der Außenlinie und forciert die derzeit zu beobachtende Erholungsbewegung. So hatten am Dienstag US-Schwergewichte wie IBM, Johnson & Johnson, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Black Rock und Netflix allesamt mit ihren Quartalsausweisen überzeugen und damit die Erwartungen toppen können.

In der Folge konnte dann auch die Walls Street wieder kräftig zulegen. Der Dow Jones ging mit einem Plus von 2,2 Prozent aus dem Handel. Der S&P 500 kletterte um 2,1 Prozent, während die zuletzt unter starkem Druck befindliche Nasdaq gleich  2,9 Prozent draufsattelte. Dank dieser Vorlage suchten Anleger auch im fernen Osten das Risiko. Entsprechend positiv fallen die Vorgaben aus Asien aus. In diesem Windschatten segelt nun auch der Dax wieder gen Norden und kann stattlich Boden gut machen. Zur Stunde notiert der Dax bei 11.797 Punkten 0,2 Prozent fester.

Doch Vorsicht: der Erholungsbewegung gilt es auch ihren Tribut zu zollen. Insbesondere in kurzfristigen Anlagehorizonten agierende Anleger dürften nun auch erste Gewinne mitnehmen. Zudem sind all die Belastungsfaktoren (= US-Zinsen, Handelskonflikt, ungeordneter Brexit, Italienischer Haushalt, angeschlagene Schwellenländer), die überhaupt erst zur Korrekturwelle der vergangenen Handelswoche geführt haben, nun zwar hinlänglich bekannt, aber damit noch lange nicht aus der Welt. Es gilt also abzuwarten, wie nachhaltig die momentan zu beobachtende Erholung ausfällt.

Zur Wochenmitte stehen indes wichtige Konjunkturdaten in alter und neuer Welt auf der Agenda. Am Vormittag rücken insbesondere Einzelhandels-, Erzeuger- und Verbraucherpreise aus Großbritannien für den Monat September sowie Inflationsdaten aus der Euro-Zone ebenfalls für September in den Fokus. Am Nachmittag blicken Investoren dagegen auf die USA, wo u.a. Baubeginne und Baugenehmigungen aus September, die wöchentlichen EIA-Rohöllagerbestandsdaten sowie das FOMC-Sitzungsprotokoll vom 26.09.2018 zur Publikation anstehen.

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Gregor Kuhn ist Co-Founder des Börsen- und Research-Portals Emden Research. Zuletzt leitete er die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, dabei u.a. als Niederlassungsleiter (CMC) und Senior Manager (IG Markets) internationaler börsennotierter Handelshäuser, zeichnet sich der studierte Diplombetriebswirt (Marketing, Communications, HR) und zertifizierte Eurex-Händler (Deutsche Boerse Group) durch seine Expertise in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.



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