Dax konsolidiert – Aufwärtsdynamik fordert ihren Tribut

(Emden-Research.com – 12:40 Uhr) – Mit leichten Abgaben startet der deutsche Leitindex in die neue Handelswoche. Angesichts der zurückliegenden Erholungsbewegung kommt die derzeitige Konsolidierung nicht überraschend. So konnte das heimische Börsenbarometer allein in den zurückliegenden zwei Handelswochen über 500 Zähler an Boden gut machen. Am vergangenen Hexensabbat-Freitag war der Dax auf den höchsten Stand seit Ende August geklettert und ging schlussendlich mit einem Aufschlag von 0,9 Prozent auf 12.431 Punkte aus dem Handel.

Neben einem leicht gefallenen ifo-Geschäftsklima-Index dürften auch die heute beiderseitig zur Einführung anstehenden Strafzölle zwischen den USA und China als Bremsklotz fungieren. So gibt der ifo-Geschäftsklimaindex  im September, wenn auch moderat, auf 103,7 Punkte nach. In Sachen Handelskonflikt hatte US-Präsident Trump indes Sanktionen im Wert von 200 Mrd. USD auf chinesische Importe verkündet. Darauf ordnete das Reich der Mitte postwendend Gegenmaßnahmen im Volumen von 60 Mrd. USD an.

Auf Vorgaben aus Asien kann derweil nicht gebaut werden, da sowohl in China und Korea, als auch in Japan feiertagsbedingt kein Handel stattgefunden hat. Zudem findet sich der Dax im Bereich von 12.400 Punkten an einer charttechnischen Widerstandsregion wieder, die aus der oberen Begrenzung des fallenden Trendkanals im Tageschart resultiert. Die jüngste Aufwärtsdynamik bedingt dazu eine derzeit zumindest kurzfristig überkaufte Marktlage, die es abzubauen gilt. Anleger dürften vor diesem Hintergrund ihr Pulver trocken halten und zunächst einmal die Eröffnung an der Wallstreet abwarten. Noch zum Wochenausklang konnte der Dow ein abermaliges Rekordhoch ausweisen.

Taktgeber bleibt also bis auf weiteres der amerikanische Aktienmarkt, der insbesondere auf seine starke konjunkturelle Entwicklung bauen kann. Auf der anderen Atlantikseite rückt darüber hinaus die Veröffentlichung des nationalen Aktivitätsindex der Chicago Fed in den Fokus der Marktakteure. Zur Stunde notiert der Dax bei 12.391 Punkten 0,3 Prozent schwächer. Der Euro zeigt bei 1,1768 USD ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.

Analyse geschrieben von Gregor Kuhn, Marktanalyst von Emden Research

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Gregor Kuhn ist Co-Founder des Börsen- und Research-Portals Emden Research. Zuletzt leitete er die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, dabei u.a. als Niederlassungsleiter (CMC) und Senior Manager (IG Markets) internationaler börsennotierter Handelshäuser, zeichnet sich der studierte Diplombetriebswirt (Marketing, Communications, HR) und zertifizierte Eurex-Händler (Deutsche Boerse Group) durch seine Expertise in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.



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