Dax hinter roten Vorzeichen – Anleger in der Defensive

(Emden-Research.com – 12:30 Uhr) – Zum Wochenauftakt präsentiert sich der deutsche Leitindex derzeit hinter roten Vorzeichen. Nachdem der Dax letzte Woche verlorenes Terrain gut machen konnte und zum Wochenschluss wieder Preisgefilde oberhalb von 12.100 Punkten auswies, tendiert das heimische Börsenbarometer am Vormittag gen vor allem psychologisch signifikanter, da runder Preismarke von 12.000 Zählern. Damit zollt der Dax, angesichts zuletzt herber Verluste im traditionell schwachen September, der in diesem Kontext wohl insbesondere technisch bedingten Gegen- respektive Erholungsbewegung ersten Tribut.

Als maßgeblicher Belastungsfaktor fungiert weiterhin der möglicherweise nochmals eskalierende Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China. Während US-Präsident Trump  weitere mögliche Importsanktionen im Volumen von 200 Mrd. US-Dollar ins Feld führt, will sich das Reich der Mitte unter dieser Drohkulisse gar nicht erst zu neuen Gesprächsrunden einfinden. Ein ausgewachsener Handelskrieg hätte vor diesem Hintergrund nachhaltige Konsequenzen für die globale Konjunkturentwicklung.

Der Konflikt der beiden global größten Volkswirtschaften um höhere Importzölle sorgt bereits seit Monaten für entsprechende Unsicherheit an den Finanzmärkten. Letztere wird zudem  flankiert durch zusehends unter Druck geratene Schwellenländer, die sich als Kreditnehmer mit steigenden US-Zinsen und damit einem steigenden US-Dollar konfrontiert sehen.

Aktuell präferieren heimische Anleger also die Defensive und halten ihr Pulver zunächst einmal  trocken. Erst die Eröffnung an der Wallstreet dürfte eine nachhaltigere Handelsrichtung indizieren. Die US-Indizes präsentierten zuletzt insbesondere gegenüber ihren europäischen und asiatischen Pendants eine beachtliche relative Stärke. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass diese in der Marktbreite primär von den großen Tech-Titeln getragen wird.

Darüber hinaus richtet sich der Fokus auch auf frische Wirtschaftsdaten von der anderen Atlantikseite. Im Mittelpunkt des Interesses steht in diesem Kontext das zur Publikation anstehende Konjunkturbarometer der New Yorker Fed. Zur Mittagstunde notiert der Dax bei 12.068 Punkten 0,6 Prozent leichter. Der Euro kann zum Greenback dagegen weiter zulegen und handelt bei aktuell 1,1650 USD 0,2 Prozent fester. Gold macht derweil weiterhin einer möglichen Bodenbildung Avancen und gewinnt momentan 0,3 Prozent auf 1.197 USD je Feinunze.

Analyse geschrieben von Gregor Kuhn, Marktanalyst von Emden Research

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Gregor Kuhn ist Co-Founder des Börsen- und Research-Portals Emden Research. Zuletzt leitete er die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, dabei u.a. als Niederlassungsleiter (CMC) und Senior Manager (IG Markets) internationaler börsennotierter Handelshäuser, zeichnet sich der studierte Diplombetriebswirt (Marketing, Communications, HR) und zertifizierte Eurex-Händler (Deutsche Boerse Group) durch seine Expertise in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.



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