Bitcoin und Ether: ETF-Händler wagt sich an Krypto

(Emden-Research.com – 18:25 Uhr) – Europas größter Händler von Exchange Traded Funds (ETFs) wagt sich in die Krypto-Welt, obwohl die zuständige Regierungsbehörde Verbraucher und Institutionen dazu bewegt, keine digitalen Währungen zu kaufen und zu verkaufen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Flow Traders NW aus Amsterdam stellt laut Co-Chief Executive Officer Dennis Dijkstra einen Markt für die ersten börsengehandelten Anleihen auf Basis von Bitcoin und Ether her.  XBT Provider, ein in Schweden notierter Emittent von Krypto-ETNs sagte, dass das niederländische Unternehmen in den letzten Monaten den Handel seiner Wertpapiere „dramatisch gesteigert“ habe. ETNs sind börsengehandelte Inhaberschuldverschreibungen, welche die Wertentwicklung eines zugrundegelegten Basiswerts eins zu eins nachbilden. Neben fünf großen US-Playern im Krypto-Markt für Futures, ist das in Amsterdam beheimatete ‚Flow Traders‘ das erste Unternehmen, welche an regulierten Börsen agiert. Öffentlich gehandelte Schuldverschreibungen oder Fonds würden die Attraktivität von virtuellem Geld als Anlageklasse erweitern, indem diese eine unkomplizierte und günstigere Möglichkeit bieten.

„Menschen unterschätzen Krypto“, sagte Dijkstra. „Der Markt ist groß und er sollte bald geregelt werden. Die Markteilnehmern sind viel professioneller, als die Leute denken. Institutionelle Investoren sind interessiert – wir wissen, dass sie es sind, da wir Anfragen bekommen.“

„Neigung zum Missbrauch“

„Wir entmutigen Aktivitäten in Kryptos sowohl von Verbrauchern als auch von professionellen Lizenzinhabern“, sagte Nienke Torensma, eine Sprecherin der AFM, in einer Erklärung. „Aufgrund seiner Neuheit und der Anonymität, die es potenziell bietet, ist es sehr anfällig für Missbrauch. Da wir nicht in der Lage sind, den versprochenen Zweck als Währung zu erfüllen, betrachten wir sie nicht als Anlageklasse. “

Flow Traders sicherte sich hingegen mit den Terminkontrakten der CME Group und Cboe ab.

Das Unternehmen hat weltweit im ersten Quartal 244 Milliarden Euro (284 Milliarden US-Dollar) an ETFs gehandelt, darunter 143 Milliarden Euro in Europa. Damit ist das Unternehmen der größte Händler der Wertpapiere der Region. Aufgrund des miserablen Handelsvolumens im eigentlich Kernmarkt wurde versucht, neue Märkte zu erschließen.

Bitcoin und Co. stehen weiterhin aufgrund einer fehlenden Regulierung in der Kritik. Bis heute sind diese rund um den Globus nicht reguliert. Inwieweit die zuständigen den Regulierungs-Gürtel anziehen werden, ist bis heute nicht absehbar. Gegen Probleme wie Geldwäsche und Hackerangriffe wird immer mehr vorgegangen.

 

Analyse geschrieben von Timo Emden, Marktanalyst von Emden-Research.com

 

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Timo Emden ist studierter Betriebswirt, B.A., Marktanalyst und zertifizierter Blockchain-Experte der Frankfurt School of Finance & Management. Seit über 12 Jahren widmet er sich den globalen Finanzmärkten, mit dem Schwerpunkt auf Crypto Assets. In der Vergangenheit war er unter anderem als Marktanalyst für renommierte Broker mit Sitz in Berlin und Düsseldorf, sowie als Deutschland-Chef eines namhaften Research-Portals tätig. Seine Einschätzungen basieren auf der Charttechnik und dem Sentiment – wichtige fundamentale Events hält er dennoch für bedeutend. Als Marktexperte ist Herr Emden ein geschätzter Ansprechpartner für TV, Presse und Hörfunk.



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