Iota: CFTC und Hack von Crypto-Börse belasten

(Emden-Research.com – 11:04 Uhr) – Die US-Commodity-Futures-Handelskommission (CFTC) hat einer Handvoll Bitcoin-Börsen befohlen, umfangreiche Handelsdaten zur Verfügung zu stellen, um zu bestimmen, ob die Kryptowährungsmärkte von einer Manipulation betroffen sein könnten. Dies berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf ungenannte Quellen.

Iota (MIOTA) verliert in den vergangen 24 Stunden zweistellig. Zahlreiche Kryptowährungen Bitcoin      (7,87 Prozent), Ethereum (6,06 Prozent und Ripple (7,47 Prozent) müssen ebenfalls kräftig an Wert einbüßen.

Die Aufsichtsbehörden haben die Untersuchungen, nachdem die CME Group Inc. im Dezember Bitcoin-Futures eingeführt hatte, eröffnet. Derzeit basieren die endgültigen Werte der Futures auf den Preisen der Börsen Coinbase, Kraken, itBit und Bitstamp. Manipulationen in diesen Märkten könnten den Preis der Bitcoin-Futures verzerren, lautet der Verdacht.

CME suchte Daten im Januar – Streit um Handelsdaten
Die CME soll die Börsen bereits im Januar gebeten haben, Handelsdaten zur Verfügung zu stellen, als der erste Terminkontrakt abgeschlossen wurde. Doch mehrere Börsen weigerten sich Daten zum Handelsverlauf herauszurücken. Als die CME ihren Antrag auf einen Handel mit wenigen Stunden abänderte, gaben die Börsen einige Daten von einigen wenigen Teilnehmern preis.

CFTC wollte Vereinbarungen zum Informationsaustausch
Die Besorgtheit der CFTC wuchs, da die CME keine Vereinbarungen hatte, die den Märkten den Austausch von Bitcoin-Futures-Handelsdaten wie Geschäftszeiten, Auftragsgrößen oder die Identität von Händlern vorschrieb.

Daraufhin soll sich die CME an ein Drittunternehmen gewandt haben, um den Preis für Bitcoin-Futures zu berechnen, heißt es in den Quellen. Die Börsen wollten die Daten jedoch nicht an das in London ansässige Unternehmen liefern, ein Unternehmen, welches eine eigene Handelsplattform für Kryptowährungen besitzt.

Die CFTC sei durch den Streit über die Weitergabe der Handelsdaten bewegt worden, um zu untersuchen, ob es einen Anlass gab, Preise zu manipulieren. Die CFTC arbeitet mit dem Justizministerium zusammen, welches die Manipulation anderer Kryptowährungen untersucht.

Die CME und die CFTC könnten den Handel demnach temporär genauer unter die Lupe nehmen und bestimmen, ob einzelne Transaktionen den Futures-Preis verzerren. Laut Laurie Bischel, einer CME-Sprecherin, müssten die Börsen mit Untersuchungen kooperieren.

Die Palette der Manipulationsschemata sei demnach hoch. In einer Strategie z.B. namens „Spoofing“ übermittelt ein Trader eine Vielzahl von Orders und bricht sie  ab, sobald sich die Preise in eine gewünschte Richtung bewegen.

Crypto-Börse Coinrail könnte Opfer eines Hackerangriffs sein

Die südkoreanische Cyber-Börse Coinrail könnte Opfer eines Hackerangriffs gewesen sein. Die eher unbedeutende Börse, welche nach dem Handelsvolumen gemessen, derzeit auf Platz 90 rangiert, untersucht derzeit die eigenen Server auf mögliche Angriffe. Bislang ist nicht ersichtlich, welchen Einfluss der mögliche Angriff auf die Kursentwicklung des Gesamtmarktes tatsächlich hat. M.E. dürfte im Falle einer tatsächlichen Attacke diese eher eine untergeordnete Rolle gespielt haben und weniger schwer ins Gewicht fallen.

Der gesamte Markt muss derzeit kräftige Abschläge verzeichnen. Während der Bitcoin-Kurs rund 5,48 Prozent einbüßen muss, verlieren Ripple (7,78 Prozent) und Miota (12,90 Prozent) in den vergangenen 24 Stunden.

 

Bitcoin Chart (USD), Tagesbasis

 

Analyse geschrieben von Timo Emden, Marktanalyst von Emden-Research.com

 

TIMO EMDEN, MARKTANALYST (B.A.)

Timo Emden ist studierter Betriebswirt, B.A. und Marktanalyst. Seit über 12 Jahren widmet er sich den globalen Finanzmärkten, mit dem Schwerpunkt auf Crypto Assets. Herr Emden konnte seine Expertise bereits bei zwei weltweit führenden Online- Brokern unter Beweis stellen und seine Affinität zu den Märkten gleichzeitig ausbauen. Seine Einschätzungen zu den globalen Finanzmärkten basieren auf der Charttechnik und dem Sentiment – wichtige fundamentale Events hält er dennoch für bedeutend. Als Marktexperte ist Herr Emden ein geschätzter Ansprechpartner für das TV, Presse und Hörfunk.



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